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Fuhrpark & Technik: ein praktischer Ratgeber

Paris lässt sich nicht effizient über eine einzige Sehenswürdigkeitsliste erschließen. Die Stadt ist in klar getrennte Besuchszonen gegliedert. Wege zwischen Montmartre, Seine, Montparnasse und dem 15. Arrondissement kosten Zeit.

Aktualisiert14. September 2026
Lesezeit14 Min. Lesezeit
Fuhrpark & Technik: ein praktischer Ratgeber

Paris: Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten – ein praktischer Ratgeber

Dazu kommen feste Öffnungszeiten, unterschiedliche Zugangssysteme und stark schwankende Wartezeiten.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Paris

Für einen Aufenthalt von einem bis drei Tagen funktioniert deshalb kein ungeordnetes Sammeln von Attraktionen. Die Reihenfolge entscheidet. Eine Seine-Fahrt passt nicht automatisch zwischen zwei Museumsbesuche. Das Musée de la Vie Romantique liegt im 9. Arrondissement. Das Musée Banksy befindet sich ebenfalls im nördlichen Zentrum. Das Musée de la Poste liegt dagegen nahe Montparnasse. Die räumliche Verteilung muss in die Tagesplanung einfließen.

Paris ist kein einzelnes Besucherziel. Paris ist ein Netz aus Vierteln, Zeitfenstern und Umsteigepunkten.

Paris nach Stadtteilen planen

Die erste Entscheidung betrifft nicht das einzelne Museum, sondern die geografische Struktur. Für kurze Aufenthalte sind vier Zonen relevant:

  • Seine und westliches Zentrum: geeignet für Bateaux-Mouches, Pont de l’Alma, Eiffelturm-Umfeld und die großen Achsen entlang des Flusses.
  • Montmartre und 9. Arrondissement: geeignet für das Musée de la Vie Romantique, das Musée Banksy, Galerien und die Wege rund um Pigalle.
  • Zentrum und historische Achsen: geeignet für Louvre, Île de la Cité, Marais und die klassischen Paris-Motive.
  • Montparnasse und 15. Arrondissement: geeignet für den Montparnasse-Turm, das Musée de la Poste und den südlichen Teil der Innenstadt.

Diese Einteilung reduziert Rückwege. Sie ersetzt keine genaue Navigation. Sie verhindert aber einen typischen Planungsfehler: morgens im Norden zu starten, mittags an die Seine zu fahren und am Nachmittag wieder in den Süden zurückzukehren.

Ein Tag in Paris

Bei nur einem Tag sollte die Planung auf eine Hauptzone und eine ergänzende Aktivität begrenzt werden. Mehr als zwei große Programmpunkte erzeugen meist nur Transferzeit.

Eine belastbare Reihenfolge sieht so aus:

1. Vormittag im 9. Arrondissement oder im historischen Zentrum.

Das Musée de la Vie Romantique öffnet von Dienstag bis Sonntag um 10:00 Uhr. Die Dauerausstellung ist frei zugänglich. Das macht das Haus zu einem planbaren ersten Programmpunkt, sofern der Besuchstag passt.

2. Mittag und früher Nachmittag in der angrenzenden Innenstadt.

Von Montmartre und Pigalle aus lassen sich zentrale Sehenswürdigkeiten mit Metro und kurzen Fußwegen anschließen. Die Wege sollten nicht zu eng kalkuliert werden. Paris hat viele kurze Distanzen auf der Karte, aber hohe Fußgänger- und Verkehrsdichte.

3. Später Nachmittag oder Abend an der Seine.

Die Panoramafahrten der Bateaux-Mouches starten ausschließlich am Port de la Conférence nahe der Pont de l’Alma im 8. Arrondissement. Die Rundfahrt dauert ungefähr eine Stunde bis eine Stunde und zehn Minuten. Der Anleger ist kein beliebiger Punkt am Fluss. Eine Fahrt von einem anderen Seine-Ufer ist nicht möglich.

Bei einem einzigen Tag ist die Bateaux-Mouches-Fahrt besonders effizient, weil sie mehrere zentrale Bauwerke aus einer festen Perspektive verbindet. Die Aktivität benötigt ein definiertes Zeitfenster, aber keine langen Fußwege zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten.

Zwei Tage in Paris

Zwei Tage erlauben eine saubere Trennung zwischen Fluss, Zentrum und Museumsvierteln.

Tag eins: Zentrum und Seine

  • Vormittag: zentrale Sehenswürdigkeiten und historische Achsen.
  • Nachmittag: Île de la Cité, Marais oder ein Abschnitt entlang der Seine.
  • Abend: Bateaux-Mouches ab Port de la Conférence.

Tag zwei: 9. Arrondissement und Montparnasse

  • Vormittag: Musée de la Vie Romantique.
  • Mittag: Montmartre, Pigalle oder Faubourg-Montmartre.
  • Nachmittag: Musée Banksy.
  • Abend: Fahrt nach Montparnasse oder Spaziergang in Richtung Oper und Grands Boulevards.

Das Musée Banksy öffnet montags bis freitags ab 12:00 Uhr. Am Wochenende beginnt der Zugang bereits am Vormittag. Diese Zeitstruktur ist für die Reihenfolge entscheidend. An Werktagen eignet sich das Museum nicht als erster Programmpunkt. Es passt besser nach einen Vormittag im Viertel oder als spätere Station.

Drei Tage in Paris

Drei Tage erlauben eine geringere Dichte. Das verbessert die Ausführung. Paris ist kein Ort, an dem jede freie Stunde mit einem Ticket belegt werden muss.

Ein sinnvoller Aufbau:

  • Tag eins: historische Innenstadt, Seine-Ufer und Bateaux-Mouches.
  • Tag zwei: Montmartre, Musée de la Vie Romantique und Musée Banksy.
  • Tag drei: Montparnasse, Musée de la Poste und ein südlicher Stadtrundgang.

Das Musée de la Poste liegt am Boulevard de Vaugirard im 15. Arrondissement, nahe dem Montparnasse-Turm. Es behandelt Kommunikations- und Postgeschichte. Der Besuch ist deshalb kein Ersatz für ein Kunstmuseum. Er ergänzt die Reise um ein technisches und gesellschaftliches Thema: Transportwege, Briefverkehr, Marken, Infrastruktur und die Entwicklung der Kommunikation.

Die Seine mit den Bateaux-Mouches

Die Bateaux-Mouches sind eine standardisierte Rundfahrt. Der operative Vorteil liegt in der festen Route. Die touristische Funktion liegt in der Perspektive. Paris wird vom Wasser aus nicht umfassender, aber anders lesbar.

Die Schiffe starten am Port de la Conférence nahe der Pont de l’Alma. Der Anleger liegt im 8. Arrondissement. Für die Planung sind drei Punkte relevant:

  • Die Abfahrt erfolgt nicht an jedem beliebigen zentralen Seine-Ufer.
  • Die Fahrtdauer liegt ungefähr zwischen einer Stunde und einer Stunde und zehn Minuten.
  • Die Fahrt ist als eigenständiger Programmpunkt zu behandeln, nicht als kurzer Transfer.

Die Ticketstruktur unterscheidet zwischen Erwachsenen, Kindern und kleinen Kindern. Für Kinder unter vier Jahren ist die Mitfahrt kostenlos. Die konkreten Beträge sollten vor dem Kauf über den aktuellen Anbieter geprüft werden, weil sich Tarifmodelle ändern können.

Wann die Rundfahrt sinnvoll ist

Die Bateaux-Mouches-Fahrt funktioniert besonders gut in drei Situationen:

1. Als Abschluss eines Zentrumsbesuchs.

Nach Louvre, Île de la Cité oder Marais führt die Fahrt nicht direkt zurück zum Hotel, bildet aber einen klaren Abschluss des Tages.

2. Bei eingeschränkter Gehfähigkeit.

Die Route liefert einen Überblick ohne weitere lange Fußstrecken. Der Zugang zum Anleger und der Weg nach der Ausschiffung bleiben trotzdem zu berücksichtigen.

3. Bei einem ersten Paris-Aufenthalt.

Die Fahrt reduziert die geografische Komplexität. Sehenswürdigkeiten entlang der Seine werden räumlich eingeordnet, ohne dass jedes Objekt einzeln betreten werden muss.

Die Rundfahrt ersetzt keinen Museumsbesuch. Sie ersetzt auch keine Quartiersplanung. Sie ist eine Perspektivänderung mit begrenzter Dauer.

Die Bateaux-Mouches liefern keine Abkürzung durch Paris. Sie liefern eine kontrollierte Sichtachse auf die Stadt.

Bei hoher Nachfrage sollte das Ticket nicht erst unmittelbar vor der gewünschten Abfahrt organisiert werden. Das gilt besonders für feste Zeitfenster, Wochenenden und Ferienperioden. Wer flexibel ist, kann die Abfahrt stärker an Wetter und Tagesrhythmus anpassen. Eine kurze Prüfung des aktuellen Fahrplans gehört trotzdem in die Tagesplanung.

Musée de la Vie Romantique: ein präziser Besuch im 9. Arrondissement

Das Musée de la Vie Romantique befindet sich in der 16, rue Chaptal im 9. Arrondissement. Das Haus ist mit dem Hôtel particulier Ary Scheffer verbunden, das 1830 errichtet wurde. Die Lage macht das Museum zu einem geeigneten Baustein für einen Tag zwischen Montmartre, Pigalle, Opéra und den Grands Boulevards.

Die Dauerausstellung ist frei zugänglich. Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr. Montags bleibt es geschlossen.

Diese Öffnungszeiten haben praktische Konsequenzen. Der Besuch lässt sich früh am Tag einplanen. Eine Ankunft kurz vor der Öffnung kann die Aufenthaltsqualität verbessern, weil die erste Tageshälfte meist besser kontrollierbar ist als der späte Nachmittag. Für Sonderausstellungen gelten möglicherweise andere Bedingungen. Deren Eintritt und Verfügbarkeit sind aus den Bedingungen der jeweiligen Ausstellung abzuleiten. Der freie Zugang zur Dauerausstellung bedeutet nicht automatisch freien Zugang zu jeder Wechselausstellung.

Einordnung in die Tagesroute

Das Museum liegt nicht auf der klassischen Achse zwischen Eiffelturm und Louvre. Es sollte deshalb nicht als zufälliger Zwischenstopp behandelt werden. Es passt zu einer Route durch das nördliche Zentrum:

  • Start im Musée de la Vie Romantique.
  • Weiterweg Richtung Pigalle oder Montmartre.
  • Mittag im Umfeld der Rue du Faubourg-Montmartre.
  • Später Besuch des Musée Banksy.
  • Rückweg über Opéra, Grands Boulevards oder die nächstgelegene Metroverbindung.

Die Wegstrecken sind überschaubar. Die Reihenfolge bleibt dennoch von den Öffnungszeiten abhängig. Das Musée de la Vie Romantique öffnet am Vormittag. Das Musée Banksy öffnet werktags erst ab Mittag. Damit entsteht an Werktagen eine klare zeitliche Kette.

Musée Banksy: Reproduktionen statt Originale

Das Musée Banksy liegt in der 44 Rue du Faubourg Montmartre. Die Ausstellung umfasst rund 900 Quadratmeter und mehr als 100 nachgestellte Werke. Der entscheidende Sachverhalt betrifft die Art der Präsentation: Es handelt sich nicht um eine Sammlung original signierter Gemälde oder authentifizierter Original-Wandgemälde. Die Werke sind lebensgroße Rekonstruktionen und Reproduktionen eines Künstlerkollektivs.

Diese Unterscheidung ist für die Erwartungssteuerung relevant. Der Besuch richtet sich an Personen, die Motive, Bildsprache und räumliche Inszenierung sehen wollen. Er ist kein klassischer Museumsbesuch mit gesicherten Originalobjekten.

Die Öffnungszeiten sind breit gefasst:

  • Montag bis Freitag: 12:00 bis 21:00 Uhr
  • Samstag: 10:00 bis 21:00 Uhr
  • Sonntag: 10:00 bis 19:00 Uhr

Der reguläre Zugang für Erwachsene und der Zugang für Kinder sind getrennt tarifiert. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Besuch um die Installation „Walled Off Hotel“ zu ergänzen. Der Aufpreis und die aktuelle Verfügbarkeit sollten beim Ticketkauf geprüft werden.

Besuchslogik und Wartezeit

Das Museum eignet sich für einen späten Start. Werktags kann der Besuch nach einem Vormittag im 9. Arrondissement liegen. Am Samstag und Sonntag ist eine frühere Einordnung möglich. Die lange Öffnungszeit am Abend schafft zusätzliche Flexibilität.

Eine belastbare Reihenfolge lautet:

1. Musée de la Vie Romantique am Vormittag.

2. Fußweg durch das südliche Montmartre-Umfeld.

3. Musée Banksy ab Mittag.

4. Weiterfahrt zu Seine, Oper oder Marais.

Ein vorab gewähltes Zeitfenster reduziert das Risiko, einen zentralen Programmpunkt wegen Warteschlangen zu verlieren. Die Ausstellungsfläche ist groß, aber der Besuch bleibt von der Besucherzahl abhängig. Bei hoher Dichte sinkt die Geschwindigkeit im Innenraum. Das betrifft besonders Fotopunkte und stark frequentierte Rauminszenierungen.

Die Ausstellung sollte nicht mit einer Außenroute durch die tatsächlichen Street-Art-Orte von Paris verwechselt werden. Das Museum ist eine kuratierte Innenraumerfahrung. Die Stadt selbst bleibt der größere, weniger kontrollierte Ausstellungsraum.

Musée de la Poste: Kommunikationsgeschichte in Montparnasse

Das Musée de la Poste befindet sich im 15. Arrondissement, am 34 Boulevard de Vaugirard, nahe dem Montparnasse-Turm. Die Lage ist für einen dritten Aufenthaltstag geeignet. Sie verbindet das Museum mit dem südlichen Zentrum, dem Bahnhof Montparnasse und den Wegen rund um den Turm.

Die Dauerausstellung kostet regulär Eintritt. Für Personen unter 26 Jahren ist der Zugang frei. Für die Dauerausstellung und Wechselausstellungen bestehen unterschiedliche Ticketvarianten. Am ersten Sonntag jedes Monats ist der Eintritt kostenlos.

Geöffnet ist das Museum von Mittwoch bis Montag zwischen 11:00 und 18:00 Uhr. Dienstag ist Schließtag.

Die Besuchsplanung unterscheidet sich damit deutlich vom Musée de la Vie Romantique. Ein spontaner Dienstagstermin ist nicht möglich. Auch der frühe Vormittag fällt aus. Das Museum eignet sich für den Zeitraum nach 11:00 Uhr und lässt sich mit einem späteren Besuch in Montparnasse kombinieren.

Warum das Museum in einen Paris-Guide gehört

Paris wird häufig über Kunst, Architektur und Gastronomie organisiert. Das Musée de la Poste erweitert diese Auswahl um Infrastruktur. Postgeschichte zeigt, wie eine Stadt Nachrichten, Waren und Personen über große Distanzen bewegt. Das Thema ist weniger fotogen als die klassischen Monumente, aber analytisch klarer.

Für den Besuch sollten mindestens drei Aspekte berücksichtigt werden:

  • Lage am Boulevard de Vaugirard und Nähe zum Montparnasse-Turm.
  • Schließtag am Dienstag.
  • Kostenfreier Zugang für unter 26-Jährige und am ersten Sonntag des Monats.

Die Kombination mit Montparnasse ist effizient. Ein separater Transfer quer durch Paris für ein einzelnes Museum ist bei nur einem Tag nicht sinnvoll. Bei drei Tagen entsteht dagegen ein vollständiger südlicher Stadttag.

Öffnungszeiten, Tickets und Warteschlangen

Paris verlangt keine komplizierte Ticketstrategie. Die Stadt verlangt eine genaue Terminstrategie. Drei Fehler treten regelmäßig auf:

  • Ein Museum wird am Schließtag eingeplant.
  • Eine Aktivität wird ohne Berücksichtigung des Stadtteils zwischen zwei andere Programmpunkte gesetzt.
  • Ein fixes Zeitfenster wird mit einer offenen Tagesplanung kombiniert.

Eine funktionierende Planung beginnt mit den nicht verschiebbaren Elementen. Dazu gehören die Bateaux-Mouches-Abfahrt, Museumsöffnungszeiten und reservierungspflichtige Sehenswürdigkeiten. Danach werden Wege, Essen und freie Zeit ergänzt.

Was vorab organisiert werden sollte

Eine Vorabreservierung ist besonders sinnvoll bei:

  • Bateaux-Mouches-Fahrten mit gewünschter Abfahrtszeit.
  • stark besuchten Museen mit Zeitfenstern.
  • Sonderausstellungen mit begrenzter Kapazität.
  • Besuchen am Wochenende und in Ferienzeiten.
  • Gruppen mit Kindern oder mehreren Personen.

Der Kauf eines Tickets garantiert nicht automatisch einen schnellen Zugang. Sicherheitskontrollen, Einlassintervalle und Besucherandrang bleiben operative Faktoren. Ein Zeitfenster sollte deshalb nicht direkt an eine Zugfahrt oder einen weiteren reservierten Termin anschließen. Für Wege innerhalb von Paris ist ein Puffer erforderlich.

Saisonale Unterschiede

Die Nachfrage verteilt sich nicht gleichmäßig über das Jahr. Frühling und Herbst bieten häufig ein gutes Verhältnis aus Tageslicht, Außentemperatur und Besuchsdichte. Sommertermine erhöhen den Druck auf zentrale Sehenswürdigkeiten. Wintertage verkürzen die Zeit für Außenrouten, verbessern aber teilweise die Eignung von Museen und Innenaktivitäten.

Die Seine-Fahrt ist stärker vom Wetter abhängig als ein Museum. Bei Wind, Regen oder niedrigen Temperaturen sinkt der Nutzen der Außenbereiche. Die Fahrt bleibt möglich, die Sichtqualität kann jedoch abnehmen. Das Musée Banksy und die drei genannten Museen sind dagegen wetterunabhängig planbar.

Eine robuste Tagesstruktur enthält deshalb immer einen Innenraum als Ausweichoption. Der Wechsel sollte innerhalb desselben Stadtteils möglich sein. Ein Regentag im 9. Arrondissement ist leichter zu organisieren als ein Regentag mit mehreren Fahrten zwischen den Arrondissements.

Verkehr und Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten

Paris lässt sich mit Metro, Bus und zu Fuß kombinieren. Die beste Verkehrsmethode hängt von der Streckenlänge und dem Zeitfenster ab.

  • Metro: schnell auf langen innerstädtischen Achsen. Umstiege und Stationswege verlängern die tatsächliche Reisezeit.
  • Bus: bessere Sicht auf die Stadt. Höhere Abhängigkeit von Verkehrslage.
  • Zu Fuß: sinnvoll innerhalb eines Viertels. Nicht als Standard für alle Stadtteile.
  • Taxi oder Fahrdienst: sinnvoll bei Gepäck, eingeschränkter Mobilität oder engem Zeitfenster. Für kurze Distanzen im Zentrum ist der Zeitvorteil nicht garantiert.

Die Adresse muss vor dem Abmarsch geprüft werden. Das gilt besonders für die Bateaux-Mouches. Der Startpunkt am Port de la Conférence nahe der Pont de l’Alma ist nicht mit einem allgemeinen Seine-Anleger gleichzusetzen.

Für die Tagesplanung reicht eine grobe Streckenkarte nicht aus. Relevant sind:

  • tatsächlicher Ausgang der Metrostation,
  • Fußweg bis zum Eingang,
  • Wartebereich vor dem Gebäude,
  • notwendige Sicherheitskontrolle,
  • Zugang zur nächsten Verkehrslinie,
  • Puffer vor einem fixen Termin.

Ein Programmpunkt pro Vormittag und ein Programmpunkt pro Nachmittag erzeugen bei einem zweitägigen Aufenthalt meist die bessere Bilanz als vier eng gesetzte Eintritte.

Ein belastbarer Drei-Tage-Plan

Tag eins: Zentrum und Wasser

Der erste Tag konzentriert sich auf das zentrale Paris. Der Vormittag gehört den historischen Achsen. Der Nachmittag bleibt für Seine-Ufer und zentrale Plätze. Die Bateaux-Mouches-Fahrt liegt am späten Nachmittag oder Abend.

Die Route benötigt eine Prüfung des Abfahrtsorts. Die Fahrt beginnt am Port de la Conférence und dauert ungefähr eine Stunde bis eine Stunde und zehn Minuten. Danach sollte kein weit entferntes Museum mehr mit engem Zeitfenster geplant werden.

Tag zwei: Montmartre und nördliches Zentrum

Der zweite Tag beginnt im Musée de la Vie Romantique. Dienstag bis Sonntag ist der Zugang ab 10:00 Uhr möglich. Danach folgt eine Route durch Montmartre oder Pigalle.

Das Musée Banksy liegt an der Rue du Faubourg Montmartre. Werktags öffnet es ab 12:00 Uhr, am Wochenende ab 10:00 Uhr. Die Öffnungszeiten machen eine Kombination mit dem Musée de la Vie Romantique besonders effizient. Beide Ziele liegen in derselben nördlichen Stadthälfte. Die Ausstellung im Musée Banksy sollte als Rekonstruktion und nicht als Präsentation authentischer Originale eingeordnet werden.

Tag drei: Montparnasse und Postgeschichte

Der dritte Tag beginnt später. Das Musée de la Poste öffnet um 11:00 Uhr und bleibt dienstags geschlossen. Die Nähe zum Montparnasse-Turm erlaubt eine Kombination mit dem südlichen Zentrum.

Für Personen unter 26 Jahren ist der Museumseintritt zur Dauerausstellung frei. Am ersten Sonntag des Monats gilt ebenfalls freier Eintritt. Die konkrete Ticketvariante hängt davon ab, ob nur die Dauerausstellung oder zusätzlich eine Wechselausstellung besucht wird.

Der restliche Tag bleibt für Montparnasse, einen Spaziergang am linken Seine-Ufer oder eine Rückkehr in das Zentrum verfügbar. Ein weiterer großer Museumskomplex sollte nicht mehr automatisch ergänzt werden.

Messbares Fazit für die Planung

Die Auswahl deckt vier unterschiedliche Besuchsformate ab:

ProgrammpunktStadtbereichZeitbedarf laut BesuchsstrukturPlanungsvorteil
Bateaux-MouchesSeine, 8. Arrondissementetwa 60–70 Minuten FahrtStadtüberblick ohne lange Fußroute
Musée de la Vie Romantique9. ArrondissementVormittagsfenster ab 10:00 Uhrfreier Zugang zur Dauerausstellung
Musée BanksyRue du Faubourg Montmartreflexibel bis in den AbendKombination mit Montmartre und Grands Boulevards
Musée de la Poste15. Arrondissement, MontparnasseTagesfenster ab 11:00 UhrInfrastruktur- und Kommunikationsgeschichte

Für einen Tag sind maximal zwei größere Programmpunkte belastbar. Für zwei Tage ist die Kombination aus Seine, 9. Arrondissement und Musée Banksy effizient. Drei Tage erlauben zusätzlich Montparnasse und das Musée de la Poste ohne unnötige Transfers.

Die zentrale Kennzahl ist nicht die Zahl der besuchten Orte. Es ist die Zahl der funktionierenden Zeitfenster. Paris wird planbar, sobald Stadtteil, Öffnungszeit, Anfahrt und Aufenthaltsdauer gemeinsam betrachtet werden.

Häufige Fragen

Wo starten die Bateaux-Mouches-Rundfahrten?
Die Schiffe legen ausschließlich am Port de la Conférence nahe der Pont de l’Alma im 8. Arrondissement ab.
Wann hat das Musée de la Vie Romantique geöffnet?
Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet; montags bleibt es geschlossen.
Sind die Werke im Musée Banksy echte Originale?
Nein, es handelt sich um eine Ausstellung mit lebensgroßen Rekonstruktionen und Reproduktionen, die von einem Künstlerkollektiv erstellt wurden.
Gibt es für das Musée de la Poste einen kostenlosen Eintritt?
Der Eintritt zur Dauerausstellung ist für Personen unter 26 Jahren sowie für alle Besucher am ersten Sonntag jedes Monats kostenlos.
Warum sollte man den Besuch des Musée Banksy nicht als ersten Programmpunkt an einem Werktag planen?
Das Museum öffnet montags bis freitags erst ab 12:00 Uhr, weshalb es sich besser für den Nachmittag oder nach einem Vormittag im 9. Arrondissement eignet.