Rickmer Rickmers Tickets: Das Urteil zum Besuchswert im Check
Sieben Euro regulärer Eintritt, 97 Meter Schiffslänge und ein Liegeplatz direkt an den Landungsbrücken: Bei den Rickmer Rickmers Tickets geht es nicht um eine Attraktion, die man nur von der Kaimauer aus abnickt.

Wer an Bord geht, betritt ein Stück Hafen, das nicht geschniegelt im Museumssaal steht, sondern knarrt, eng wird und nach Schiff aussieht.
Tickets und Preise
Tickets buchen — ab 12 €| Option | Art | Ab |
|---|---|---|
| Hamburg: RICKMER RICKMERS Museum Entry Ticket | cruise | ab 7 € |
| Adults | official ticket | ab 8.45 € |
Preise geprüft am 16. Juli 2026 · aktueller Preis auf der Partnerseite.
Richtpreise, Änderungen möglich — Preis und Verfügbarkeit auf der Partnerseite bestätigen.
Partnerlink — GetYourGuide-TicketsAls Taxifahrer setze ich täglich Leute an den Landungsbrücken ab. Manche wollen bloß ein Foto mit Elbphilharmonie im Rücken, andere suchen zwischen Hafenrundfahrt, Fischbrötchen und Speicherstadt noch einen Programmpunkt, der mehr hergibt als Aussicht. Die Rickmer Rickmers ist dafür ein Kandidat – aber keiner für jeden. Der Eintritt ist überschaubar, die Bedingungen an Bord sind es nicht immer.
Sieben Euro Eintritt, 97 Meter Schiff und kein nachgebautes Hafenklischee: Die Rickmer Rickmers muss ihren Preis nicht mit Effekten rechtfertigen.
Tarife an den Landungsbrücken: Was der Bordbesuch wirklich kostet
Die Eintrittspreise der Rickmer Rickmers sind auf den ersten Blick angenehm klar. Erwachsene zahlen regulär 7,00 Euro. Mit Hamburg CARD oder als Gruppe ab sechs Personen sinkt der Preis auf 6,00 Euro. Das ist kein spektakulärer Rabatt, aber für einen Hafenbummel, bei dem sich Kleinigkeiten schnell summieren, immerhin eine saubere Ermäßigung.
Schülerinnen, Schüler und Studierende zahlen 6,00 Euro, in Gruppen ab sechs Personen 5,00 Euro. Für Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren werden 5,00 Euro fällig, mit Hamburg CARD oder in der Gruppe 4,00 Euro. Wer mit sehr kleinen Kindern unterwegs ist, sollte die aktuell geltenden Altersgrenzen und möglichen Freikarten vor dem Besuch direkt beim Betreiber prüfen. Gerade bei Museumsschiffen ändern sich Tarifdetails bisweilen eher, als man es von außen erwarten würde.
Für Familien gibt es eine Karte für 18,00 Euro. Sie gilt für zwei Erwachsene und Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn tatsächlich Kinder mitkommen. Zwei Erwachsene zahlen einzeln bereits 14,00 Euro; der Vorteil der Familienkarte liegt also darin, dass die Kinder mit abgedeckt sind. Für ein Paar ohne Nachwuchs ist sie natürlich kein Spartrick.
| Tarifkategorie | Preis | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Erwachsene, regulär | 7,00 € | – |
| Erwachsene, ermäßigt | 6,00 € | Hamburg CARD oder Gruppe ab 6 Personen |
| Kinder von 4 bis 12 Jahren | 5,00 € | – |
| Kinder von 4 bis 12 Jahren, ermäßigt | 4,00 € | Hamburg CARD oder Gruppe ab 6 Personen |
| Schülerinnen, Schüler und Studierende | 6,00 € | – |
| Schülerinnen, Schüler und Studierende in Gruppen | 5,00 € | ab 6 Personen |
| Familienkarte | 18,00 € | 2 Erwachsene und Kinder bis 14 Jahre |
| Gruppenführung, zusätzlich | 75,00 € | maximal 25 Personen, Voranmeldung erforderlich |
Für Gruppen gibt es außerdem Führungen. Der Aufschlag beträgt 75,00 Euro zusätzlich zum Eintritt, die Gruppe darf höchstens 25 Personen umfassen. Vorgesehen ist eine Voranmeldung per E-Mail mit mindestens sieben Tagen Vorlauf. Die Führung dauert ungefähr eine Stunde; bezahlt wird nach Betreiberangaben vor Ort in bar.
Das wirkt im Jahr der kontaktlosen Kartenleser ein wenig aus der Zeit gefallen. Andererseits: Ein Museumsschiff ist kein glatter Veranstaltungsbau mit Empfangstresen, Garderobenband und Kassenautomat an jeder Ecke. Wer eine Klassenfahrt, einen Betriebsausflug oder eine größere Familienrunde plant, sollte das Bargeldthema trotzdem nicht erst am Ponton bemerken.
Die Preislogik hat eine kleine Eigenheit: Die Familienkarte schließt Kinder bis 14 Jahre ein, während der reguläre Kindertarif nur bis zwölf Jahre genannt wird. Das muss kein Problem sein, solange die Familie tatsächlich gemeinsam an die Kasse geht. Wer mit einem 13- oder 14-jährigen Kind einzeln reist, sollte den passenden Tarif lieber vorher klären statt auf eine spontane Auslegung zu hoffen.
Zwischen Galionsfigur und Maschinenraum: 800 Quadratmeter maritime Geschichte
Die Rickmer Rickmers wurde 1896 gebaut und liegt seit 1983 als Museumsschiff an den Hamburger Landungsbrücken. Mit 97 Metern Länge, 12,20 Metern Breite und sechs Metern Tiefgang ist sie kein dekorativer Beifang zum Hafenpanorama, sondern selbst eine Ansage. Von der Elbseite wirkt sie wie eines dieser Bilder, die Touristen mit nach Hause nehmen. An Bord wird schnell klar: Das Schiff ist mehr als seine Silhouette.
Rund 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche verteilen sich über das Schiff. Das klingt nach einer Zahl aus dem Prospekt, bekommt aber beim Rundgang ein brauchbares Maß: Es gibt genug zu sehen, um nicht nach zehn Minuten wieder am Ausgang zu stehen. Gleichzeitig bleibt alles Schiff. Räume sind niedriger, Wege enger und Übergänge steiler als in einem Museum, das um einen möglichst bequemen Besuch herum gebaut wurde.
Der Rundgang führt durch rekonstruierte Offiziersunterkünfte und zeigt, wie das Leben auf einem Frachtsegler organisiert war. Das ist keine maritime Kulisse mit ein paar Taurollen in der Ecke. Man sieht an den Räumen, an den Durchgängen und an den Arbeitsbereichen, wie wenig Privatheit und wie viel Hierarchie auf einem solchen Schiff steckte.
Digitale und interaktive Stationen ergänzen die historische Substanz. Das ist wichtig, weil ein Schiff aus dem späten 19. Jahrhundert ohne Einordnung für viele Besucher zwar fotogen, aber schnell stumm wäre. Hier bleibt die Rickmer Rickmers kein bloßes Objekt zum Durchlaufen. Sie erzählt von Handelswegen, Besatzungen, Umbauten und der langen Geschichte eines Segelschiffs, das mehrere Leben hinter sich hat.
In der sogenannten „Galerie unter der Elbe“ kommen wechselnde Ausstellungen hinzu. Das kann den Besuch deutlich aufwerten, wenn gerade ein Thema läuft, das einen interessiert. Es ist aber eher ein Zusatz als der Kern. Der Kern bleibt das Schiff selbst: Stahl, Holz, Niedergänge, Kajüten und der Blick darauf, wie anders Arbeit auf See einmal war.
Auch ein Bordkino gehört zum Angebot. Dort läuft ein Dokumentarfilm über die Pamir. Der Film erweitert den Blick auf die Geschichte großer Segelschiffe und die maritime Welt, in der solche Windjammer standen. Die Pamir sollte dabei allerdings nicht als Schwesterschiff der Rickmer Rickmers etikettiert werden; interessant ist sie hier als eigenes Kapitel der Segelschifffahrt, nicht als familiäre Verlängerung der Bordgeschichte.
Wer den Aufstieg in die Wanten bucht oder daran teilnimmt, bekommt Hamburg aus einer Perspektive, die zwischen Hafenkränen, Fähren und Brückengeländern sonst selten zu haben ist. Rund 35 Meter über dem Wasser ist die Aussicht kein beiläufiges Extra mehr. Sie macht verständlich, warum ein Großsegler nicht bloß Fortbewegungsmittel war, sondern eine Arbeitswelt in der Höhe, bei Wind und Wetter.
Das Schiff ist nicht die Verpackung der Ausstellung. Es ist das eigentliche Exponat – mit allen Kanten, Engstellen und Geschichten, die dazugehören.
Zeitplanung und Erreichbarkeit am Hamburger Hafenrand
Für eine Museumsschiff-Hamburg-Besichtigung sollte man realistisch mit etwa eineinhalb bis zwei Stunden rechnen. Wer nur kurz an Bord will, ein paar Bilder macht und sich durch die zentralen Bereiche bewegt, schafft es schneller. Wer Texte liest, die Räume wirken lässt, den Film anschaut oder mit Kindern unterwegs ist, braucht eher die volle Zeit.
Als grobe Orientierung nennen Besucherbewertungen häufig ein Zeitfenster von ein bis zwei Stunden. Das passt nach meiner Erfahrung zum Hafenrhythmus: Die Rickmer Rickmers lässt sich gut zwischen zwei andere Programmpunkte schieben, ohne dass sie zur Tagesaufgabe wird. Aber sie ist auch nicht bloß ein Zehn-Minuten-Stopp, den man zwischen Brötchentüte und Abfahrt der nächsten Barkasse erledigt.
Die regulären Öffnungszeiten liegen täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr, Kassenschluss ist um 17:30 Uhr. Bei Abendveranstaltungen kann sich daran etwas ändern. Wer ausgerechnet am späten Nachmittag kommt, sollte daher vorher auf den aktuellen Stand schauen. Das gilt besonders im Sommer, wenn an den Landungsbrücken viel los ist und der Tag gern länger geplant wird, als er am Ende ist.
Die Anreise ist einfach. Die Haltestelle Landungsbrücken verbindet S-Bahn, U-Bahn, Fähren und mehrere Buslinien; Baumwall ist ebenfalls nicht weit. Mit dem Auto anzureisen, ist selten die elegante Lösung. Rund um den Hafen kosten Parkplätze Zeit, Geld und Nerven – und die letzten Meter sind dann trotzdem zu Fuß zu gehen. Wer aus dem Taxi steigt, steigt am besten auf der Landseite aus und geht entspannt zum Ponton weiter, statt sich mit Koffer, Kinderwagen oder Regenschirm durch den größten Menschenstrom zu schieben.
Die Adresse lautet Ponton 1a, 20359 Hamburg. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, hilft aber bei der Orientierung: Die Rickmer Rickmers liegt nicht irgendwo im Hafengebiet, sondern mitten dort, wo sich Hamburg am stärksten selbst zeigt. Fähren ziehen vorbei, die Elbe arbeitet, auf der gegenüberliegenden Seite liegen Werften, Containerbrücken und Hafenflächen. Bei den Kosten für Hafen-Hamburg-Sehenswürdigkeiten ist das ein entscheidender Punkt: Der Eintritt bezahlt nicht nur Räume unter Deck, sondern auch einen Ort, an dem der Hafen nicht Kulisse bleibt.
Praktisch ist die Kombination mit einem Spaziergang Richtung Alter Elbtunnel, mit einer Hafenfähre oder mit dem Weg weiter zur Elbphilharmonie. Kombitickets mit Rundfahrten oder benachbarten Attraktionen sollte man allerdings nicht einfach voraussetzen. Was gerade angeboten wird, gehört vor dem Kauf geprüft.
Steile Treppen und historische Enge: Barrieren an Bord der Dreimastbark
Hier liegt der wichtigste Vorbehalt beim Rickmer-Rickmers-Hamburg-Eintritt: Das Museumsschiff hat keinen barrierefreien Zugang. Das ist eine nüchterne Information, aber keine kleine Fußnote. Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, sollte die Eignung eines Besuchs deshalb vorab direkt mit dem Betreiber klären – gerade dann, wenn Treppen, Transfers oder eine Begleitperson eine Rolle spielen.
Auch mit Kinderwagen ist die Besichtigung keine leichte Sache. Schon der Zugang an Bord verlangt mehr Beweglichkeit, als die Ansicht vom Kai vermuten lässt. Drinnen folgen steile Treppen, schmale Passagen und niedrige Durchgänge. Das ist kein Fehler in der Besucherführung, sondern die Konsequenz eines historischen Schiffs. Trotzdem muss man es klar sagen: Authentizität ist schön, bis man mit Knieproblemen vor einer steilen Stufe steht oder den Kinderwagen über mehrere Ebenen bewegen müsste.
Für manche ist genau das ein Teil des Reizes. Ein Museumsschiff, das sich anfühlt wie ein modernes Gebäude mit maritimer Tapete, wäre auch unerquicklich. Die Rickmer Rickmers verlangt ein wenig Aufmerksamkeit für den eigenen Schritt. Festes Schuhwerk ist keine schlechte Idee, besonders bei feuchtem Wetter oder wenn man vor und nach dem Besuch noch an den Landungsbrücken unterwegs ist.
Die wichtigsten Punkte lassen sich ohne Umschweife zusammenfassen:
- Das Museumsschiff verfügt nicht über einen barrierefreien Zugang. Bei eingeschränkter Mobilität sollte vorab geklärt werden, ob und wie ein Besuch möglich ist.
- Steile Treppen und enge Durchgänge gehören zum Rundgang; wer unsicher auf den Beinen ist, sollte das ernst nehmen.
- Kinderwagen sind an Bord unpraktisch und können den Besuch unnötig kompliziert machen.
- Nicht jede Information ist offenbar durchgehend mehrsprachig verfügbar. Für Gäste ohne Deutschkenntnisse kann eine Übersetzungs-App hilfreich sein.
- Das Bordrestaurant ist nicht einfach ein Café, in das man beim Rundgang spontan hineinschlendert; dafür gelten gesonderte Abläufe und Voranmeldung.
Gerade für internationale Besucher ist die Sprachfrage nicht ganz nebensächlich. Die Landungsbrücken sind ein Ort, an dem sich Hamburger, Tagesgäste und Kreuzfahrtpublikum mischen. Wenn einzelne Texte nur auf Deutsch vorliegen, kann das die inhaltliche Tiefe des Besuchs begrenzen. Wer sich für die Geschichte des Schiffs wirklich interessiert und nicht nur fotografieren möchte, sollte vorab schauen, welche Sprachangebote aktuell vorhanden sind.
Preis-Leistungs-Check: Einordnung des schwimmenden Wahrzeichens
Sieben Euro sind im Hamburger Tourismus keine Summe, für die man lange rechnen muss. Gerade deshalb wäre es leicht, die Rickmer Rickmers vorschnell als netten Zusatz abzulegen. Das würde ihr nicht gerecht. Sie liefert für den Eintritt einen echten Ort, ein originales Schiff und genug Material, um aus dem kurzen Landungsbrücken-Besuch eine kleine Reise in die maritime Geschichte zu machen.
Der Preis ist besonders fair für Menschen, die nicht nur die Außenansicht suchen. Wer an Bord die Räume, die Arbeitswelt und die Konstruktion eines Großseglers entdecken will, bekommt deutlich mehr als eine Aussichtsplattform. Die 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche, die historische Substanz und die ergänzenden Medienangebote tragen den Eintritt ohne Mühe.
Weniger passend ist der Besuch für alle, die einen bequemen Museumsnachmittag mit ebenerdigen Wegen erwarten. Dafür sind Treppen und Enge schlicht zu prägend. Für Familien mit Kinderwagen sowie für Gäste mit eingeschränkter Beweglichkeit gilt: nicht auf gut Glück losziehen, sondern die Bedingungen vorher abklären. Das Schiff ist kein Ort, an dem sich historische Besonderheiten mit einem Aufzug wegorganisieren lassen.
Auch die Gruppenführung ist eher etwas für Leute, die gezielt kommen. Der zusätzliche Preis, der Vorlauf und die Barzahlung verlangen Organisation. Dafür kann eine Führung gerade bei Schulklassen oder maritim interessierten Gruppen sinnvoll sein, weil ein Schiff voller Details ohne Erklärung schnell zur Folge von Kajüten, Leitern und Schotten wird.
Unterm Strich sind Rickmer Rickmers Tickets kein Schnäppchenversprechen und auch kein Touristenaufschlag. Sie kosten einen überschaubaren Betrag für ein Wahrzeichen, das sich nicht in zehn Sekunden erschöpft. Wer gut zu Fuß ist, sich für Hafen- und Schifffahrtsgeschichte interessiert und den Landungsbrücken mehr abgewinnen will als den üblichen Fotostopp, sollte an Bord gehen.
Die Rickmer Rickmers ist eben kein Museum, das zufällig auf dem Wasser liegt. Sie ist ein Schiff, das zum Museum geworden ist – und genau darin liegt ihr Besuchswert.