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Die neue Sternbrücke in Altona: Ein stählernes Schwergewicht über der Stresemannstraße

Neue Sternbrücke erfolgreich über die Stresemannstraße geschoben…

Meike Ahrens·aktualisiert 12. August 2026

Die neue Sternbrücke in Altona: Ein stählernes Schwergewicht über der Stresemannstraße

Nach rund sieben Stunden Schwertransport liegt das 108 Meter lange und etwa 20 Meter hohe Bauwerk auf seinen Widerlagern im Schanzenviertel. Wie das Eisenbahnjournal Zughalt.de berichtet, haben spezielle Schwerlasttransporter die neue Sternbrücke in Hamburg-Altona am Montag in ihre endgültige Position über der Stresemannstraße gehoben – rund 500 Meter Wegstrecke vom Montageplatz bis zum Standort, beobachtet von zahlreichen Schaulustigen am Straßenrand.

Was Schanzenviertel-Fahrer jetzt wissen müssen

Die neue Brücke gehört zur Verbindungsbahn zwischen Hauptbahnhof und Altona, einer der am stärksten befahrenen Strecken im Hamburger Schienennetz. Mit dem erfolgreichen Einsetzen des Bauwerks beginnt laut DB InfraGO die nächste Bauphase: Schotter, Schwellen, Schienen, Oberleitung und Bahndamm werden wiederhergestellt. Nach derzeitiger Planung soll die Strecke am 31. August wieder für den Zugverkehr freigegeben werden – dann rollen dort täglich wieder rund 1.000 Züge des Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehrs über die wichtige Achse. Für den Taxibetrieb bedeutet das: Sobald die S-Bahn und der Fernverkehr wieder durchrollen, normalisiert sich der Pendlerdruck rund um die großen Umsteigepunkte.

Was die Sperrpause parallel mit sich bringt

Die DB InfraGO hat die Sperrung gebündelt genutzt. Am Diebsteich laufen die Baumaßnahmen für den künftigen Bahnhof Hamburg-Altona, gleichzeitig wird an den Eisenbahnbrücken Schanzenstraße und Holstenstraße gearbeitet. Für uns am Steuer heißt das: Im Dreieck Altona–Schanze–St. Pauli bleibt das Verkehrschaos in den kommenden Wochen voraussichtlich bestehen. Die Knotenpunkte rund um die Sternbrücke sind noch eng, weil die Kranstellflächen und Baustellenzufahrten an den Widerlagern zurückgebaut werden müssen. Wer hier regelmäßig durchrollt, weiß: Mit jeder neuen Bauphase verschieben sich auch die Umleitungsstrecken ein Stück weit.

Was sich für die Spätschicht praktisch ändert

Wer freitags und samstags aus der Schanze raus Richtung Altona oder Hafen will, kennt die Schleifen über Schanzenstraße und Holstenstraße. Solange dort parallel gebaut wird, bleibt das ein Nadelöhr. Augen auf den Funk in den nächsten Tagen: erfahrungsgemäß schlägt der Stoßverkehr nach dem Einsetzen einer neuen Brücke noch ein bis zwei Wochen lang Wellen, weil Speditionen und Lieferdienste ihre Routen neu kalibrieren. Tipp aus der Praxis: Wer auf der S1 oder S3 Verspätung meldet und mit Anschlüssen rechnen muss, plant am Bereitstellungsraum vor dem Hauptbahnhof lieber eine Nummer größer und wartet die zweite Welle ab, statt sich durch die Baustellenampeln zu quetschen. Das spart am Ende des Abends mehr Zeit als die vermeintlich kürzere Route durch die Schanze.