Hamburger Cyclassics: Wenn die Stadt für Radrennen zur Sperrzone wird
Sonntagmorgen, kurz vor sechs Uhr, am Taxistand Alsterglacis – wie die Polizei Hamburg vorab mitteilte, liefen dort die ersten Sperrungen für die ADAC Cyclassics 2026 auf. Eines der weltweit größten Jedermann- und Profiradsportereignisse hatte am 16.
Meike Ahrens·aktualisiert 19. August 2026

Wenn die Innenstadt zum Rennkurs wird: Cyclassics-Sperrungen im Überblick
August den Hamburger Süden und Westen fest im Griff. Veranstalter und Polizei rechneten im Vorfeld mit bis zu 11.500 Teilnehmenden. Für die Schicht heißt das: vorher planen, auf den Funker hören, weiträumig um die Sperrungen herumfahren.
Was am Sonntag gesperrt war
Die ersten Vollsperrungen griffen ab 06:00 Uhr am Startbereich Alsterglacis und Kennedybrücke sowie an der Versmannstraße und Überseeallee. Richtig hart kam es stadtauswärts auf den Neuen Elbbrücken: zwischen 06:00 und 14:00 Uhr komplett dicht, weiträumige Umfahrung war Pflicht. Die Rennstrecke führte einmal quer durch den Hamburger Süden und Westen bis nach Wedel in Schleswig-Holstein. Das Eliterennen startete im niedersächsischen Buxtehude, der Zieleinlauf auf der Mönckebergstraße war gegen 16:30 Uhr erwartet worden. Wie der Veranstalter im Nachgang bestätigte, mussten zahlreiche Buslinien umgeleitet oder vorübergehend eingestellt werden.
Eine wichtige Entwarnung für alle Flughafentouren: Die Zufahrten zum Hamburg Airport blieben nach Polizeiangaben unberührt. Hier ließen sich die Touren planmäßig abwickeln, während rund um die Innenstadt ab Mittag Stillstand drohte. Wer am Sonntagmittag in den Schichtwechsel kam, konnte für die Zeit nach 14:00 Uhr wieder stadtauswärts über die Elbbrücken fahren – die Vollsperrung dort lief bis dahin.
Praktisches für die Schicht
Die Polizei hatte für den Veranstaltungstag ein eigenes Verkehrs-Infotelefon unter 040/4286-56565 von 07:00 bis 16:00 Uhr geschaltet. HVV-Fragen wurden unter 040/19449 beantwortet, die interaktive Karte und der Sperrplan waren online abrufbar, und der Veranstalter bot eine Service-Hotline unter 06151/3945060 an.
Für Lkw- und Transporterfahrer lief parallel eine andere Ausnahme: Wegen Niedrigwasser auf deutschen Binnenschifffahrtsstraßen galt nach einer Allgemeinverfügung der Behörde für Inneres und Sport vom 10.08.2026 bis einschließlich 31.08.2026 eine Ausnahme vom Sonn- und Feiertagsverbot gemäß StVO sowie vom Samstagsfahrverbot gemäß Ferienreiseverordnung. Wer am Sonntag einen Transfer mit Großraumtaxi oder Kleinbus über die Autobahn hatte, konnte das Fahrverbot also legal umgehen – vorausgesetzt, Fahrzeug und Strecke passten zusammen.
Unter dem Strich für die nächste Auflage: Vor Schichtbeginn den Sperrplan einmal durchgehen, auf Hinweise der Kollegen hören, und wenn möglich früh auf Flughafen- und S-Bahn-Zubringer-Touren setzen. Die Mönckebergstraße wurde ab Mittag zum Nadelöhr – wer da nicht musste, fuhr außen herum oder blieb im Bereitstellungsraum rund um St. Pauli und die Elbchaussee.