Museum Judenplatz Eintritt: Alle Tarife im Zahlen-Vergleich
15 Euro kostet der reguläre Eintritt ins Museum Judenplatz. Das klingt zunächst nach einem Preis für ein einzelnes Haus, ist aber die falsche Rechnung: Das Ticket des Jüdischen Museums Wien gilt für zwei Standorte.

Museum Judenplatz Eintritt: Alle Tarife im Zahlen-Vergleich
Wer nur den Judenplatz einplant, nutzt also lediglich einen Teil dessen, was bereits bezahlt ist.
Tickets und Preise
Tickets buchen — ab 15 €| Option | Art | Ab |
|---|---|---|
| Adults | official ticket | ab 15 € |
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Partnerlink — GetYourGuide-TicketsDazu kommt eine Tarifstruktur, die sich bei genauerem Hinsehen deutlich unterscheidet: Senior:innen zahlen weniger, Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre kommen kostenlos hinein, bestimmte Karten ermöglichen ebenfalls freien Eintritt. An ausgewählten Tagen fällt der Eintritt für weitere Gruppen weg. Und bei der Jahreskarte liegt der entscheidende Punkt nicht beim dritten, sondern beim zweiten Besuch, wenn der ermäßigte Tarif als Vergleich dient.
Für die Fahrt durch Wien ist das eine nützliche Information. Wer Gäste zum Judenplatz bringt oder selbst zwischen Innenstadt, Dorotheergasse und Kiez unterwegs ist, sollte nicht mit zwei einzelnen Museumseintritten kalkulieren. Das System ist einfacher – wenn man die Bedingungen sauber auseinanderhält.
Das Kombi-Prinzip: Warum ein Ticket für zwei Standorte gilt
Das Jüdische Museum Wien arbeitet mit zwei Standorten. Der eine befindet sich im Palais Eskeles in der Dorotheergasse, der andere am Judenplatz. Beide Häuser liegen in der Wiener Innenstadt und sind zu Fuß voneinander erreichbar. Zwischen ihnen liegen ungefähr 400 Meter – also eine Strecke, die man ohne große Planung in denselben Stadtrundgang einbauen kann.
Der zentrale Punkt beim Museum-Judenplatz-Eintritt lautet: Es gibt kein separates Ticket ausschließlich für das Museum am Judenplatz. Der Eintritt ist grundsätzlich als Kombi-Ticket angelegt. Mit einem regulären Ticket für 15 Euro erhält man damit Zugang zu beiden Standorten.
Die Gültigkeitsdauer beträgt sieben Tage ab dem Kaufdatum. Dadurch muss der Besuch nicht zwischen zwei Häusern an einem einzigen Nachmittag untergebracht werden. Wer am Judenplatz startet, kann die Dorotheergasse an einem anderen Tag besuchen. Wer umgekehrt im Palais Eskeles beginnt, hat für den zweiten Standort ebenfalls noch Zeit.
Ein Ticket, zwei Standorte, sieben Tage: Der eigentliche Vorteil liegt nicht in einem spektakulären Rabatt, sondern darin, dass man sich beim Rundgang nicht für ein Haus entscheiden muss.
In der Praxis ist das besonders für Besucher:innen sinnvoll, die ihren Wien-Tag nicht minutengenau durchgetaktet haben. Ein Museumsbesuch kann länger dauern als gedacht, eine Führung kann sich verschieben, und manchmal ist nach einer Ausstellung einfach eine Pause nötig. Das Kombi-Ticket lässt diese Luft zu.
Auch die Reihenfolge ist frei wählbar. Der Judenplatz eignet sich als kompakter Einstieg in den Rundgang durch die Innenstadt; die Dorotheergasse lässt sich anschließend oder an einem Folgetag ergänzen. Entscheidend ist nur, die Gültigkeitsdauer des Tickets im Blick zu behalten und nicht versehentlich anzunehmen, man kaufe für jeden Standort einen neuen Eintritt.
Was „zwei Standorte“ bei der Rechnung bedeutet
Die Tarifangaben beziehen sich auf den Zugang zu beiden Häusern, nicht auf jeweils einen Standort. Ein regulärer Eintritt kostet daher nicht 15 Euro für den Judenplatz und weitere 15 Euro für die Dorotheergasse. Es bleiben 15 Euro insgesamt.
Das gilt ebenso für die Ermäßigungen:
| Tarifgruppe | Preis für das Kombi-Ticket | Voraussetzung |
|---|---|---|
| Erwachsene | 15,00 Euro | regulärer Tarif |
| Senior:innen | 13,00 Euro | ab 65 Jahren |
| Menschen mit Behinderung | 13,00 Euro | Behindertenpass |
| Studierende | 11,00 Euro | bis 27 Jahre |
| Präsenz- und Zivildiener | 11,00 Euro | aktueller Dienst |
| Gruppen ab 10 Personen | 11,00 Euro pro Person | Gruppengröße ab 10 Personen |
| Kinder und Jugendliche | 0,00 Euro | bis zum vollendeten 19. Lebensjahr |
Gerade bei Senior:innen wird dieser Unterschied in der Planung schnell übersehen. Wer beide Standorte besucht, zahlt zum ermäßigten Tarif 13 Euro für den gesamten Besuch beider Häuser – nicht 26 Euro. 26 Euro wären die Summe aus zwei fälschlich getrennt berechneten Eintritten.
Tarifstruktur und Ermäßigungen im Detail
Der reguläre Preis von 15 Euro ist die einfache Ausgangsbasis. Für Senior:innen und Menschen mit Behindertenpass reduziert sich der Eintritt auf 13 Euro. Der Unterschied beträgt zwei Euro pro Person. Studierende, Präsenz- und Zivildiener sowie Mitglieder einer ausreichend großen Gruppe zahlen 11 Euro.
Die Preisstaffel ist damit nicht nur eine Liste verschiedener Zielgruppen. Sie verändert auch die sinnvollste Besuchsplanung. Eine Studentin, die allein kommt, zahlt bereits 11 Euro. Ein Senior zahlt 13 Euro. Eine Gruppe ab zehn Personen kommt ebenfalls auf 11 Euro pro Kopf. Der reguläre Erwachsenenpreis ist also nicht automatisch die beste Vergleichsgröße.
Für Familien ist die Altersgrenze besonders relevant. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Das bedeutet: Eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Kindern unter 19 Jahren zahlt beim regulären Besuch 30 Euro – nicht 75 Euro. Die Kinder werden nicht mit einem ermäßigten Betrag eingerechnet, sondern mit null Euro.
Das ist ein erheblicher Unterschied in der Gesamtrechnung, vor allem wenn beide Standorte besucht werden. Weil das Kombi-Ticket bereits beide Häuser umfasst, entsteht durch den zweiten Museumsbesuch kein weiterer Eintritt für die Kinder und Jugendlichen.
Welche Ermäßigung sich tatsächlich lohnt
Bei den Sonderkarten und Ermäßigungen sollte man immer vom Tarif ausgehen, der ohne die zusätzliche Karte gelten würde. Der EasyCityPass bringt beim regulären Erwachsenenpreis zwei Euro Nachlass und senkt den Eintritt von 15 auf 13 Euro. Für eine Person, die ohnehin den regulären Tarif zahlen müsste, ist das ein klarer Vorteil.
Für Senior:innen ist der Preisunterschied dagegen nicht vorhanden: Der reguläre Senior:innentarif liegt bereits bei 13 Euro. Auch Studierende zahlen mit 11 Euro weniger als eine erwachsene Person mit EasyCityPass. Die Karte ist für diese Gruppen daher nicht automatisch die günstigere Lösung.
| Ausgangslage | Ohne zusätzlichen Rabatt | Mit EasyCityPass | Sinn der Karte |
|---|---|---|---|
| Erwachsene | 15,00 Euro | 13,00 Euro | zwei Euro Ersparnis |
| Senior:innen | 13,00 Euro | nicht günstiger als der bestehende Tarif | kein zusätzlicher Preisvorteil |
| Studierende | 11,00 Euro | nicht günstiger als der bestehende Tarif | bestehende Ermäßigung ist besser |
| Kinder und Jugendliche bis 19 | 0,00 Euro | kein weiterer Vorteil nötig | Eintritt bereits frei |
Die Ausweise und Nachweise sollte man am Schalter dabeihaben. Bei einer Ermäßigung zählt nicht nur die persönliche Zugehörigkeit zu einer Gruppe, sondern auch der Nachweis dafür. Das betrifft insbesondere den Behindertenpass, den Studierendenausweis und den aktuellen Dienstnachweis.
Kostenlose Zugänge und spezielle Rabattkarten
Neben den altersbezogenen Tarifen gibt es mehrere Karten und Pässe, die einen kostenlosen Zugang ermöglichen. Genannt werden:
- Vienna PASS
- Flexi PASS
- Kulturpass „Hunger auf Kunst und Kultur“
- ICOM-Karte
- IAA-Karte
Für Inhaber:innen dieser Karten ist der Eintritt nach den jeweiligen Bedingungen kostenlos. Das ist von einem allgemeinen Freieintrittstag zu unterscheiden: Die Karte muss gültig sein, und die konkrete Zugangsregelung des jeweiligen Passes bleibt maßgeblich.
Beim EasyCityPass beträgt der Rabatt zwei Euro auf den regulären Eintritt. Aus 15 Euro werden damit 13 Euro. Das entspricht zwar dem Senior:innentarif, ersetzt aber nicht automatisch andere Voraussetzungen oder Ermäßigungen. Wer bereits Anspruch auf den Studentenpreis von 11 Euro hat, fährt mit diesem Tarif günstiger.
Die Familienrechnung bleibt auch ohne spezielle Familienkarte übersichtlich. Für zwei Erwachsene und drei Kinder unter 19 Jahren fallen beim regulären Tarif 30 Euro an. Die Kinder erhalten freien Eintritt; eine zusätzliche Familienkarte ist dafür nicht erforderlich. Ob darüber hinaus ein eigenes Familienpaket angeboten wird, ist aus der Tarifstruktur nicht ersichtlich und sollte deshalb nicht als fester Bestandteil der Planung angenommen werden.
Bei Familien ist nicht die Zahl der Kinder der entscheidende Kostenfaktor, sondern das Alter: Bis zum vollendeten 19. Lebensjahr bleibt ihr Eintritt kostenlos.
Das erklärt auch, warum eine Familie mit älteren Jugendlichen oft günstiger hineinkommt als eine kleinere Gruppe aus mehreren Erwachsenen. Für die Rechnung zählen nicht Sitzplätze im Auto, Haushaltsgröße oder Verwandtschaftsgrad, sondern die jeweils geltenden Eintrittsvoraussetzungen.
Happy Friday und Sabbat-Regelung: Die besten Besuchszeiten
Die Öffnungszeiten des Museums sind eng mit der Sabbat-Regelung verbunden. Von Sonntag bis Donnerstag ist der Besuch von 10:00 bis 18:00 Uhr möglich. Am Freitag öffnet das Museum ebenfalls am Vormittag, schließt aber früher. Im Winter kann das Freitagsprogramm bereits um 14:00 Uhr enden. Der konkrete saisonale Ablauf sollte deshalb vor dem Besuch noch einmal geprüft werden.
Samstags bleibt das Museum geschlossen.
| Tag | Öffnungszeit beziehungsweise Regelung |
|---|---|
| Sonntag bis Donnerstag | 10:00 bis 18:00 Uhr |
| Freitag | 10:00 bis 17:00 Uhr, im Winter teils kürzer |
| Samstag | geschlossen |
Wer nur ein Wochenende in Wien hat, sollte diese Abfolge ernst nehmen. Der Samstag ist kein Ausweichtermin. Der Sonntag ist der einzige volle Wochenendtag, während der Freitag wegen des kürzeren Zeitfensters weniger Spielraum lässt. Für einen Besuch beider Standorte an einem Tag kann das entscheidend sein.
Happy Friday
Am letzten Freitag des Monats gilt von 13:00 bis 18:00 Uhr der Happy Friday. An diesem Termin ist der Eintritt für alle Besucher:innen kostenlos. Alter, Herkunft und regulärer Tarif spielen dabei keine Rolle.
Für eine erwachsene Person entspricht das einer Ersparnis von 15 Euro. Zwei Erwachsene sparen zusammen 30 Euro. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 19 Jahren zahlt an diesem Termin ebenfalls nichts; die Kinder wären zwar ohnehin gratis, der Vorteil betrifft hier also vor allem die Erwachsenen.
Die Uhrzeit ist allerdings nicht beliebig. Wer die beiden Standorte an diesem Tag besuchen möchte, sollte den Weg und die Öffnungszeit im Voraus einplanen. Der Happy Friday beginnt erst am frühen Nachmittag. Je nach Ausstellung, Wartezeit und Tempo kann es knapp werden, beide Häuser gründlich anzusehen. Das Kombi-Ticket selbst bleibt bei einem regulären Kauf sieben Tage gültig; beim kostenlosen Sondertermin sollte man sich nicht automatisch auf dieselbe Nutzungsmöglichkeit verlassen, wenn die konkrete Ausgabe oder Registrierung des Eintritts anders geregelt ist.
Senior:innen-Mittwoch
Am ersten Mittwoch des Monats erhalten Besucher:innen ab 65 Jahren freien Eintritt. Für ein Senior:innenpaar entspricht das einer Ersparnis von 26 Euro, wenn man den regulären ermäßigten Tarif von 13 Euro pro Person als Vergleich heranzieht. Das ist die korrekte Größenordnung für zwei Personen – nicht 26 Euro pro Person und auch nicht die Annahme, dass ein regulärer Besuch beider Häuser zweimal mit 13 Euro berechnet würde.
Wichtig ist der Unterschied zwischen einem kostenlosen Sondertag und dem normalen Senior:innentarif:
- An einem gewöhnlichen Besuchstag kostet das Kombi-Ticket für eine Person ab 65 Jahren 13 Euro.
- An einem Senior:innen-Mittwoch entfällt der Eintritt für die berechtigte Person.
- Der Zugang zu beiden Standorten wird nicht dadurch zu zwei kostenpflichtigen Einzelkarten.
- Für Begleitpersonen gelten deren eigene Tarife; der kostenlose Zugang der Senior:innen überträgt sich nicht automatisch auf andere Besucher:innen.
Für Pensionierte, die beide Häuser sehen möchten, ist der reguläre ermäßigte Tarif somit bereits eine überschaubare Lösung: 13 Euro für beide Standorte. Fällt der Besuch auf den ersten Mittwoch des Monats, kann der Eintritt kostenlos sein. Die Ersparnis beträgt dann 13 Euro pro berechtigter Person gegenüber dem normalen Senior:innentarif.
Die Sabbat-Schließung am Samstag bleibt auch bei Sonderaktionen bestehen. Ein günstiger oder kostenloser Eintritt ändert nichts daran, dass am Samstag kein Museumsbesuch möglich ist.
Jahreskarten und Gruppenangebote für Wien-Besucher
Die Jahreskarte richtet sich an Menschen, die nicht nur einmal durch die Innenstadt kommen. Für die Entscheidung zählt der Vergleich mit dem jeweils passenden Einzeltarif.
Die reguläre Jahreskarte kostet 39 Euro. Verglichen mit dem regulären Eintritt von 15 Euro ist sie ab dem dritten Besuch günstiger: Drei einzelne Besuche würden 45 Euro kosten, die Jahreskarte bleibt bei 39 Euro.
Bei der ermäßigten Jahreskarte für 24 Euro liegt der Break-even dagegen bereits beim zweiten Besuch. Zwei Besuche zum ermäßigten Einzeltarif von 13 Euro kosten zusammen 26 Euro. Die Jahreskarte für 24 Euro unterschreitet diesen Betrag schon nach zwei Besuchen. Ab dem dritten Besuch wächst der Vorteil weiter.
| Jahreskartenvariante | Preis | Vergleichstarif | Ab wann günstiger? |
|---|---|---|---|
| Reguläre Jahreskarte | 39,00 Euro | 15,00 Euro pro Besuch | ab dem 3. Besuch |
| Ermäßigte Jahreskarte | 24,00 Euro | 13,00 Euro pro Besuch | ab dem 2. Besuch |
Die Rechnung ist nur dann sinnvoll, wenn die Person tatsächlich Anspruch auf die Ermäßigung hat. Eine regulär zahlende Person kann nicht einfach den günstigeren Break-even übernehmen. Umgekehrt sollte eine berechtigte Person nicht mit dem regulären Jahreskartenpreis kalkulieren, wenn der ermäßigte Preis verfügbar ist.
Bei fünf Besuchen im Jahr wird der Abstand deutlich: Mit der ermäßigten Jahreskarte bleiben es 24 Euro, während fünf einzelne Besuche zum Senior:innentarif 65 Euro kosten würden. Bei fünf regulären Besuchen wären es 75 Euro gegenüber 39 Euro für die reguläre Jahreskarte. Sondertage mit freiem Eintritt verändern diese Rechnung natürlich: Wer konsequent Happy Friday oder den Senior:innen-Mittwoch nutzen kann, muss die Jahreskarte gegen die tatsächlich geplanten kostenpflichtigen Besuche vergleichen.
Gruppen ab zehn Personen
Für Gruppen ab zehn Personen gilt ein Eintritt von 11 Euro pro Person. Bei 15 Personen ergeben sich damit 165 Euro Eintritt. Bei 25 Personen sind es 275 Euro. Eine Führung oder ein Workshop kommt gegebenenfalls zusätzlich hinzu.
Für eine Führung werden 80 Euro pro Gruppe und Stunde angesetzt. Der Betrag ist unabhängig von der Gruppengröße. Bei 15 Personen verteilt sich die Führungsgebühr auf rund 5,33 Euro pro Kopf; zusammen mit dem Gruppeneintritt von 11 Euro ergeben sich rund 16,33 Euro pro Person. Bei 25 Personen sinkt der Führungsanteil auf 3,20 Euro pro Person. Einschließlich Eintritt liegen die Kosten dann bei 14,20 Euro pro Person.
Das zeigt den praktischen Effekt einer fixen Führungsgebühr: Je größer die Gruppe, desto weniger fällt der Zusatzbetrag pro Person ins Gewicht. Für eine kleine Gruppe kann die Führung den Gesamtpreis deutlich stärker erhöhen als für eine Schulklasse oder einen größeren Verein.
Schulklassen und Begleitpersonen
Der Schulworkshop ist mit 40 Euro pro Termin angegeben. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr zahlen keinen Eintritt. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass die gesamte Gruppe kostenlos ist. Erwachsene Begleitpersonen, Lehrkräfte oder weitere Aufsichtspersonen müssen nach dem jeweils passenden Tarif gerechnet werden, sofern für sie keine eigene Befreiung belegt ist.
Die sichere Rechnung lautet daher:
- Für die Schüler:innen bis 19 Jahre fällt kein Eintritt an.
- Der Workshop kostet 40 Euro pro Termin.
- Für erwachsene Begleitpersonen können zusätzliche Eintrittskosten entstehen.
- Eine pauschale Gesamtsumme von 40 Euro für die komplette Schulklasse einschließlich Begleitung ist nicht abgesichert.
Bei einer Klasse mit 25 Schüler:innen und erwachsenen Begleitpersonen sollte die Anmeldung deshalb klären, wie viele Personen als Schüler:innen gelten, wie viele Erwachsene teilnehmen und ob für die Begleitung eine besondere Regelung greift. Der Workshoppreis allein darf nicht mit dem Gesamtpreis der Gruppe verwechselt werden.
Kostenrechnung: Szenarien im Vergleich
Die folgenden Beispiele rechnen nur mit den bekannten Eintrittstarifen. Bei Führungen, Workshops oder zusätzlichen Leistungen kommen die jeweiligen Gebühren hinzu.
| Szenario | Personen | Eintritt gesamt | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Einzelperson, regulär | 1 | 15,00 Euro | beide Standorte, sieben Tage gültig |
| Paar, regulär | 2 | 30,00 Euro | zwei Kombi-Tickets |
| Familie: zwei Erwachsene, drei Kinder unter 19 | 5 | 30,00 Euro | Kinder kostenlos |
| Gruppe mit zehn Studierenden | 10 | 110,00 Euro | 11 Euro pro Person |
| Senior:innenpaar am ersten Mittwoch | 2 | 0,00 Euro | freier Eintritt für die berechtigten Personen |
| Einzelperson am Happy Friday | 1 | 0,00 Euro | letzter Freitag im Monat |
| Familie: zwei Erwachsene, zwei Kinder unter 19, am Happy Friday | 4 | 0,00 Euro | Eintritt für alle an diesem Termin kostenlos |
| Reguläre Jahreskarte, vier kostenpflichtige Besuche | 1 | 39,00 Euro | statt 60 Euro bei Einzeltickets |
| Ermäßigte Jahreskarte, zwei kostenpflichtige Besuche | 1 | 24,00 Euro | statt 26 Euro beim ermäßigten Einzeltarif |
Bei der Familie mit drei Kindern ist die Rechnung unabhängig vom zweiten Standort: 30 Euro decken den Eintritt der beiden Erwachsenen ab, die Kinder sind kostenlos. Bei einem Besuch am Happy Friday sinkt der Eintritt für die ganze Familie auf null, sofern der Besuch in das Sonderzeitfenster fällt.
Bei Senior:innen ist zwischen dem regulären Besuch und dem ersten Mittwoch des Monats zu unterscheiden. An einem gewöhnlichen Tag kosten zwei berechtigte Personen zusammen 26 Euro – jeweils 13 Euro für das Kombi-Ticket. Am Senior:innen-Mittwoch entfällt dieser Eintritt. Der Vorteil gegenüber dem normalen Senior:innentarif beträgt also 26 Euro für das Paar.
Die Jahreskartenrechnung zeigt zwei verschiedene Schwellen. Die reguläre Karte für 39 Euro lohnt sich ab drei Besuchen gegenüber dem 15-Euro-Eintritt. Die ermäßigte Karte für 24 Euro ist bereits ab zwei Besuchen günstiger als zwei Tickets zu je 13 Euro. Wer kostenlose Sondertage nutzt, sollte nur die tatsächlich zahlungspflichtigen Besuche in die Kalkulation einbeziehen.
Was bei der Planung leicht schiefgeht
Ein paar typische Fehlrechnungen tauchen bei diesem Museum besonders schnell auf:
- Den Eintritt pro Standort verdoppeln: Das Kombi-Ticket gilt für Judenplatz und Dorotheergasse. Der zweite Standort kostet nicht noch einmal 15, 13 oder 11 Euro.
- Den Senior:innen-Tarif mit dem regulären Preis vergleichen: Für die Frage nach dem Vorteil der ermäßigten Jahreskarte sind 13 Euro pro Besuch die richtige Vergleichsgröße, nicht 15 Euro.
- Den Break-even der ermäßigten Jahreskarte zu spät ansetzen: 24 Euro liegen bereits unter zwei Besuchen zu je 13 Euro. Der Vorteil beginnt beim zweiten Besuch.
- Kinder und Erwachsene in einen Topf werfen: Der kostenlose Eintritt bis 19 gilt für Kinder und Jugendliche. Erwachsene Begleitpersonen sind dadurch nicht automatisch gratis.
- Den Workshoppreis als Gruppenpauschale lesen: 40 Euro beziehen sich auf den Schulworkshop pro Termin. Daraus folgt nicht ohne weitere Grundlage, dass eine komplette Klasse einschließlich Begleitung für genau 40 Euro teilnehmen kann.
- Samstag als Wochenendoption einplanen: Wegen der Sabbat-Regelung bleibt das Museum geschlossen. Der volle Wochenendtag ist der Sonntag.
- Die Freitage zu großzügig kalkulieren: Am Freitag kann das Zeitfenster saisonal kürzer ausfallen. Wer beide Standorte sehen möchte, sollte nicht erst kurz vor der Schließung starten.
Wer Gäste fährt, merkt schnell, dass solche Details nicht nur etwas für Tabellenmenschen sind. Ein falsch geplanter Samstag, ein übersehener Senior:innen-Mittwoch oder eine doppelt angesetzte Standortgebühr verändert den ganzen Tagesablauf. Die Tarifstruktur ist dabei weniger kompliziert als die vielen kleinen Annahmen, die man unbemerkt hineinliest.
Fazit: Ein Kombi-Ticket, mehrere Wege zum günstigeren Besuch
Der Museum-Judenplatz-Eintritt ist im Kern ein Eintritt für zwei Häuser. 15 Euro kostet das reguläre Kombi-Ticket, 13 Euro der Senior:innen- und Behindertentarif, 11 Euro zahlen Studierende, Präsenz- und Zivildiener sowie Gruppen ab zehn Personen. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr haben freien Eintritt.
Die größten Einsparungen entstehen durch die kostenlosen Sondertage und die Altersregelung. Am letzten Freitag des Monats ist der Eintritt für alle frei, am ersten Mittwoch des Monats für Senior:innen ab 65 Jahren. Der Samstag fällt als Besuchstag vollständig aus.
Bei den Jahreskarten muss man sauber rechnen: Die reguläre Variante für 39 Euro amortisiert sich ab dem dritten Besuch, die ermäßigte für 24 Euro bereits ab dem zweiten Besuch gegenüber dem ermäßigten Einzeltarif von 13 Euro. Und bei Schulklassen gilt: Schüler:innen bis 19 kommen kostenlos hinein, der Workshop kostet 40 Euro – erwachsene Begleitpersonen dürfen aber nicht ohne belegte Grundlage mit null Euro angesetzt werden.
So bleibt am Ende eine einfache Regel für den Wien-Tag: nicht pro Haus rechnen, den Wochentag prüfen und bei jeder Gratisregel genau schauen, für wen sie gilt. Dann wird aus dem Museumsbesuch keine Tarif-Falle, sondern ein gut planbarer Teil der Innenstadtfahrt.
Praktische Hinweise
Währung: EUR
Verkehr: rechts
Notrufnummer: 112
Häufige Fragen
Wie viel kostet der Eintritt ins Museum Judenplatz?
Gilt das Ticket für beide Standorte des Museums?
Wann ist der Eintritt ins Museum Judenplatz kostenlos?
Hat das Museum Judenplatz am Samstag geöffnet?
Lohnt sich eine Jahreskarte für das Museum?
Foto: Anima / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons