Stau in Hamburg: Warum Aufmerksamkeit hinter dem Steuer über Leben entscheidet
Das Mercedes-Benz Social Contribution Committee hat nach Angaben von STARNEWS seine zweite „Beyond Driving"-Kampagne gestartet. Sie rückt alltägliche Situationen im Stadtverkehr in den Fokus: Spurwechsel, Stauzonen und Bereiche mit hoher Fußgängerdichte.
Meike Ahrens·aktualisiert 22. September 2026

Für uns in Hamburg ist das kein fernes Thema, sondern der Katalog jeder Spätschicht – wer am Hauptbahnhof im Stau steht und gleichzeitig zum Funkgerät greift, kennt das Risiko: ein kurzer Blick weg, schon hupt der Hintermann.
Zwei Handgriffe, die in der Stadt den Unterschied machen
Die Initiative benennt zwei Punkte: den Blinker als deutliche Sprache gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern und das konsequente Weglassen des Smartphones am Steuer. Shireen Emira, Vorsitzende des Gremiums, sagt, dass kleine Änderungen im Fahrverhalten zu einem reiferen Straßenraum führen – ein Befund, der sich eins zu eins auf jeden Taxistand am Rödingsmarkt oder am Hauptbahnhof übertragen lässt. Das gilt besonders im Berufsverkehr, wenn neben uns Radfahrer, Busse und Lieferwagen gleichzeitig die Spur wechseln.
Die Verbreitung der Botschaft läuft in Südkorea über rund 32.000 Aufzug-Displays, Außenwerbung in Stadtzentren, Raststätten und die Sprachführung der Navigations-App T-Map. Wir brauchen keine Displays – unsere Aufmerksamkeit kostet nichts außer dem Hinsehen.
Was bleibt für die Schicht
Das Thema wird im Alltag an drei Stellen besonders deutlich: dort, wo sich Spuren zwischen Taxi, Bus und Lieferverkehr mischen, in zähen Stau-Phasen auf der A7 rund um Stellingen und auf den Brücken quer durch den Hafen. Wer im Stau zum Display greift, verliert nicht nur den Anschluss an den Vordermann, sondern bringt sich und die umliegenden Fahrzeuge in eine unnötige Risikolage – von der Konzentration auf den Funk ganz zu schweigen.
Der praktische Tipp für die Kollegen: Smartphone in der Funkzentrale lassen, Navi-Ansagen über die festeingebaute Freisprechanlage laufen lassen, wer den Bildschirm doch einmal braucht, hält dafür an einem sicheren Platz an – nicht im fließenden Verkehr. Der Blinker bleibt unsere billigste und wirkungsvollste Sprache auf der Straße.