Tickets fürs Rotlichtviertel: Was die Preise bestimmt
Das Amsterdamer Rotlichtviertel De Wallen ist kostenlos zugänglich. Wer abends durch die Oudezijds Voorburgwal oder den Oudezijds Achterburgwal läuft, zahlt keinen Eintritt, keine Tageskarte und keine Zugangsgebühr.

Tickets fürs Rotlichtviertel: Was die Preise bestimmt
Das ist der erste Punkt, den man bei der Suche nach „Tickets fürs Rotlichtviertel“ verstehen sollte: Bezahlt wird nicht der Zugang zu den Gassen, sondern ein einzelnes Angebot innerhalb des Viertels.
Tickets und Preise
Tickets buchen — ab 15 €| Option | Art | Ab |
|---|---|---|
| Amsterdam: Guided Red Light District Tour in a Small Group | Führung | ab 23 € |
| Window visit (short basic session, 10-15 minutes) | official ticket | ab 100 € |
Preise geprüft am 30. Juli 2026 · aktueller Preis auf der Partnerseite.
Richtpreise, Änderungen möglich — Preis und Verfügbarkeit auf der Partnerseite bestätigen.
Partnerlink — GetYourGuide-TicketsDie Preisspanne reicht von wenigen Euro für eine kurze Peepshow bis zu rund 65 Euro für einen Abend im Erotiktheater. Dazwischen liegen Museen, Getränke, gastronomische Angebote und Führungen am Rand des Viertels. Wer nach einer Stadtführung im Rotlichtviertel von Amsterdam sucht oder Tickets kaufen will, sollte deshalb genau hinsehen: Ein Ticket kann eine Ausstellung, eine Show oder eine geführte Erklärung der Stadtgeschichte meinen. Eine Eintrittskarte für De Wallen selbst gibt es nicht.
Als Hamburger Taxifahrer kenne ich die Frage nach dem „Eintritt“ aus Gesprächen mit Fahrgästen: Viele stellen sich unter einem Rotlichtviertel eine abgeschlossene Anlage vor, vielleicht mit Kassenhäuschen oder kontrolliertem Eingang. De Wallen funktioniert anders. Es ist ein gewachsener Stadtteil im Zentrum, durch den man sich zunächst ganz normal bewegt. Erst die Angebote hinter einzelnen Türen machen aus dem kostenlosen Spaziergang einen kostenpflichtigen Abend.
Mythos Eintritt: Warum De Wallen frei zugänglich bleibt
De Wallen ist öffentlicher Stadtraum und keine geschlossene Sehenswürdigkeit. Die Grachten, Gassen und Plätze zwischen Warmoesstraat und Oudezijds Kolk sind für Passanten offen — für Anwohner, Beschäftigte, Touristen und alle, die dort unterwegs sind. Es gibt keine Drehkreuze, keine Ticketautomaten und keine Zugangsschleusen an den Grenzen des Viertels.
Das ist nicht bloß eine praktische Nebensache, sondern prägt den Charakter des Ortes. De Wallen ist kein Freizeitpark, bei dem sich Besucher nach dem Kauf einer Eintrittskarte durch eine festgelegte Route bewegen. Zwischen den roten Fenstern liegen Wohnungen, Cafés, Geschäfte, Kirchen, Restaurants und ganz normale Wege durch die Innenstadt. Wer dort spazieren geht, nimmt am öffentlichen Leben teil, auch wenn die touristische Wahrnehmung des Viertels eine andere ist.
Für Besucher ist die Rechnung zunächst einfach:
- Der Spaziergang durch die Gassen kostet nichts.
- Das Betrachten der Architektur und der Grachten kostet nichts.
- Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nicht an ein Ticket gebunden.
- Bezahlt werden nur Leistungen einzelner Betriebe oder Veranstalter.
Wer drei Stunden durch De Wallen läuft, die Schaufenster betrachtet, in einem Café am Rand des Viertels einen Kaffee trinkt und danach wieder geht, kann also mit sehr wenig Geld auskommen. Der Cafébesuch ist dann die eigentliche Ausgabe, nicht der Zutritt zum Rotlichtviertel.
Der Eintritt ins Viertel ist kostenlos. Was kostet, sind die Erlebnisse dahinter.
Das unterscheidet De Wallen von Sehenswürdigkeiten wie dem Anne-Frank-Haus oder dem Rijksmuseum. Dort kauft man eine Eintrittskarte für ein klar abgegrenztes Haus. In De Wallen bewegt man sich dagegen zuerst durch Straßen und entscheidet erst vor Ort, ob man ein Museum, ein Theater oder ein anderes Angebot besucht.
Auch die Uhrzeit verändert den Eindruck, nicht aber das Grundprinzip. Tagsüber wirkt der Stadtteil an vielen Stellen wie ein dicht bebautes historisches Zentrum mit Grachten, Geschäften und Gastronomie. Am Abend treten die Leuchtreklamen, die Schaufenster und die Besuchergruppen stärker in den Vordergrund. Der Zugang bleibt derselbe; unterschiedlich sind Atmosphäre, Auslastung und das Angebot, das man gerade nutzen möchte.
Wer nach „Tickets kaufen Rotlichtviertel“ sucht, landet deshalb häufig bei Seiten einzelner Anbieter oder bei Buchungsportalen für Führungen. Das Suchwort ist verständlich, aber ungenau. Es lohnt sich, vor dem Kauf drei Fragen zu beantworten:
1. Geht es um den bloßen Besuch des Viertels oder um ein Ticket für eine konkrete Attraktion?
2. Findet die Führung wirklich im Kernbereich statt oder beginnt sie außerhalb?
3. Bezieht sich der angezeigte Preis auf den Eintritt, eine Reservierung, ein Getränk oder die gesamte Veranstaltung?
Diese Unterscheidung verhindert die häufigste Enttäuschung: Man kauft ein Ticket und stellt erst danach fest, dass es nicht für De Wallen gilt, sondern nur für eine einzelne Show oder ein Museum.
Kostenpflichtige Erlebnisse: Von zwei Euro bis 65 Euro
Wer ein Erlebnis mit Tür, Kasse oder Reservierung sucht, findet im Viertel sehr unterschiedliche Preismodelle. Die Unterschiede haben weniger mit einem allgemeinen „Eintrittspreis fürs Rotlichtviertel“ zu tun als mit der Art des Angebots. Eine Ausstellung verkauft Zugang zu ihren Räumen, ein Theater zu einer Vorstellung, eine Peepshow zu einer kurzen Darbietung.
Das Prostitutionsmuseum Red Light Secrets am Oudezijds Achterburgwal wird mit einem regulären Eintritt von 14,50 Euro angegeben. Der Zutritt ist ab 16 Jahren möglich. Das Museum ist kein Erotiketablissement, sondern beschäftigt sich mit der Geschichte der Prostitution, mit den Arbeitsbedingungen und mit dem rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeld. Wer einen erklärenden Zugang zum Viertel sucht, bekommt dort ein anderes Angebot als bei einer Show: weniger Unterhaltung im engeren Sinn, dafür mehr Einordnung.
Beim Preis eines Museums sollte man nicht nur auf die Zahl achten. Entscheidend ist, was im Ticket enthalten ist und wie viel Zeit man dort verbringen möchte. Ein Museumseintritt lässt sich nicht sinnvoll mit einer zweiminütigen Peepshow vergleichen, weil beide Leistungen nach völlig unterschiedlichen Einheiten verkauft werden. Beim Museum bezahlt man den Zugang zu einer Ausstellung; bei der Peepshow wird eine einzelne Vorführung berechnet.
Das Erotiktheater Casa Rosso am Oudezijds Achterburgwal 106–108 wird mit einem Preis zwischen 60 und 65 Euro geführt. In der Regel ist ein Freigetränk eingeschlossen. Das Programm besteht aus Live-Shows, Varieté und akrobatischen Einlagen. Der Preis gilt damit nicht für einen kurzen Blick durch eine Tür, sondern für eine Bühnenveranstaltung mit festem Ablauf. Wer eine solche Show besuchen möchte, sollte vor dem Kauf prüfen, ob der Preis für eine bestimmte Vorstellung gilt und welche Leistungen tatsächlich eingeschlossen sind.
Bei den Öffnungszeiten und Einlassregeln ist außerdem ein Unterschied wichtig: Ein Theater arbeitet mit Vorstellungen, während ein Museum eher über einen Zeitraum besucht wird. Wer zu spät für eine Vorstellung kommt, kann nicht automatisch davon ausgehen, dass das Ticket für einen beliebigen späteren Zeitpunkt gilt. Bei der Buchung sind daher Datum, Uhrzeit und Einlassbedingungen wichtiger als der bloße Endpreis.
Die Peepshow Sex Palace arbeitet mit einem kleinteiligeren Modell: Zwei Euro werden für eine zweiminütige Vorführung genannt. Wer länger bleiben möchte, zahlt entsprechend mehrfach. Das ist eine andere Logik als bei einer Theaterkarte. Der niedrige Einzelpreis sagt nicht, dass der gesamte Aufenthalt automatisch zwei Euro kostet; er bezeichnet die jeweils gekaufte kurze Einheit.
| Angebot | Genannter Preis | Wofür bezahlt wird |
|---|---|---|
| Red Light Secrets Museum | 14,50 € | Eintritt in die Ausstellung, ab 16 Jahren |
| Casa Rosso | 60–65 € | Eintritt zur Live-Show, in der Regel mit Freigetränk |
| Sex Palace Peepshow | 2 € | eine zweiminütige Vorführung |
Die Tabelle macht die Spannweite sichtbar, ersetzt aber nicht den Blick auf die Bedingungen. Bei jedem Angebot können sich Preise nach Termin, Verfügbarkeit oder Buchungsweg unterscheiden. Ein Vorverkauf kann anders kalkuliert sein als eine Kasse vor Ort. Hinzu kommen mögliche Reservierungs- oder Servicegebühren, die in der ersten Preisangabe nicht immer auffallen.
Auch das Umfeld gehört zur Rechnung. Cafés, Bars, Imbisse und Souvenirgeschäfte leben von der zentralen Lage und vom touristischen Publikum. Ein Getränk am Rand des Viertels ist daher nicht dasselbe wie der Kauf einer Eintrittskarte, landet aber am Ende auf derselben Urlaubskasse. Wer einen Abend plant, sollte den Ticketpreis deshalb nicht isoliert betrachten. Zwischen Museum, Show, Getränk und Rückweg entsteht schnell eine deutlich höhere Summe als durch die erste Buchung vermutet.
Für eine grobe Orientierung kann man die Ausgaben so einordnen:
- Nur Spaziergang: kein Eintritt, Kosten nur für freiwillige Ausgaben.
- Museum: ein überschaubarer Festpreis, hier genannt 14,50 Euro.
- Kurze Peepshow: niedriger Preis pro Einheit, aber nicht zwingend niedrige Gesamtkosten bei längerem Aufenthalt.
- Erotiktheater: deutlich höherer Festpreis, dafür ein vollständiges Bühnenprogramm.
- Kombinierter Abend: abhängig davon, wie viele Angebote man tatsächlich nutzt.
Regulierung als Preisfaktor: Was die Sperrstunde tatsächlich betrifft
Eine städtische Sperrstundenregelung betrifft die Prostitutionsbetriebe in De Wallen. Diese Betriebe müssen um 3:00 Uhr schließen; zuvor lag die maßgebliche Schlusszeit bei 6:00 Uhr. Die Regelung gehört zu den Maßnahmen, mit denen die nächtliche Belastung des Viertels reduziert werden soll. Lärm, Müll, Gedränge und Sicherheitsprobleme spielen in der Debatte über De Wallen eine zentrale Rolle.
Für Besucher ist der entscheidende Punkt: Die Sperrstunde darf nicht pauschal auf alle Angebote im Viertel übertragen werden. Sie richtet sich auf die Prostitutionsbetriebe. Daraus folgt nicht automatisch, dass Museen dieselben Öffnungszeiten haben oder dass jedes Theater um 3:00 Uhr schließen muss. Museen, Theater, Bars und andere Einrichtungen können eigene Betriebszeiten und Einlassregeln haben. Wer ein Museum oder eine Show besuchen möchte, muss deshalb die Öffnungszeiten des jeweiligen Hauses prüfen.
Eine Sperrstunde ist keine allgemeine Uhr für ganz De Wallen. Sie gilt dort, wo die städtische Regelung sie vorsieht.
Die Regulierung beeinflusst den Abend trotzdem. Wer ein Angebot im Rotlichtviertel buchen möchte, sollte nicht davon ausgehen, dass in der Nacht alles jederzeit verfügbar ist. Bei Prostitutionsbetrieben endet der Betrieb um die festgelegte Uhrzeit. Bei anderen Einrichtungen können letzte Einlässe, Vorstellungszeiten oder eigene Schließzeiten den Ablauf bestimmen.
Das ist besonders bei einer Kombination mehrerer Programmpunkte wichtig. Ein Museum am frühen Abend, eine Show zu einem festen Termin und ein später Spaziergang lassen sich nicht beliebig verschieben. Wer zuerst lange in einem Restaurant sitzt und erst kurz vor Mitternacht nach Tickets sucht, kann zwar noch Glück haben, muss aber mit einer kleineren Auswahl rechnen. Das liegt nicht zwingend an einer einheitlichen Preisstrategie des gesamten Viertels, sondern an den jeweiligen Öffnungszeiten, der Nachfrage und der verfügbaren Kapazität.
Bei der Planung helfen deshalb konkrete Fragen:
- Wann beginnt die gebuchte Vorstellung?
- Gibt es einen letzten Einlass?
- Muss das Ticket für einen bestimmten Zeitraum eingelöst werden?
- Gehört ein Getränk zum Preis oder wird es separat berechnet?
- Welche Betriebe unterliegen der Sperrstunde für Prostitutionsbetriebe und welche haben eigene Regeln?
- Wie viel Zeit bleibt für den Weg zwischen zwei Adressen?
Die häufige Vorstellung, man könne um 2:30 Uhr noch spontan jedes Angebot besuchen, ist in der Praxis riskant. Gerade bei festen Vorstellungen ist der Zeitpunkt des Einlasses wichtiger als die allgemeine Öffnungszeit des Viertels. Umgekehrt ist es falsch, aus der Sperrstunde der Prostitutionsbetriebe abzuleiten, dass sämtliche Museen oder gastronomischen Betriebe im Viertel um dieselbe Uhrzeit schließen.
Auch das Straßenbild verändert sich im Verlauf der Nacht. Nach dem Ende der zulässigen Betriebszeit für die betroffenen Prostitutionsbetriebe wird es in den entsprechenden Bereichen ruhiger. Andere Lokale können noch geöffnet sein oder bereits geschlossen haben. De Wallen ist zu dieser Zeit also nicht einfach „zu“, aber das Angebot ist nicht mehr dasselbe wie am frühen Abend.
Verbotene Touren: Warum geführte Gruppenreisen im Kernbereich entfallen
Seit dem 1. April 2020 sind geführte Gruppenreisen durch die Kernstraßen von De Wallen verboten. Die Regelung richtet sich gegen Gruppen, die vor den Fenstern stehen bleiben, die Sexarbeiterinnen beobachten, fotografieren oder den Zugang zu den ohnehin engen Gassen behindern. Die klassische Führung, bei der ein Guide eine größere Gruppe direkt von Fenster zu Fenster führt, gehört damit nicht mehr zum zulässigen Modell.
Das ist für alle wichtig, die eine „Rotlichtviertel Amsterdam Führung“ mit festen Tickets suchen. Ein Buchungsangebot kann weiterhin existieren, obwohl die Route nicht mehr durch den gesamten Kernbereich führt. Manche Veranstalter beginnen außerhalb, erklären die Geschichte des Viertels an den Rändern oder verlagern den Schwerpunkt auf Stadtentwicklung, Architektur und Regulierung. Andere arbeiten mit kleinen Gruppen, Audioguides oder digitalen Formaten.
Die Preise solcher Angebote lassen sich nicht pauschal vergleichen. Ein Audioguide, ein Rundgang am Rand und eine historische Stadtführung sind unterschiedliche Produkte. Entscheidend ist nicht nur, wie viele Euro auf der Buchungsseite stehen, sondern was die Tour tatsächlich verspricht. Wer eine Führung direkt vor den Fenstern erwartet, wird von einem Rundgang enttäuscht sein, der ausschließlich außerhalb des Kernbereichs stattfindet — selbst wenn beide Angebote mit „Rotlichtviertel-Tour“ werben.
Bei der Buchung sollte man auf die Formulierung der Route achten:
- Liegt der Startpunkt am Bahnhof, am Damrak oder direkt im Viertel?
- Wird der Kernbereich ausdrücklich ausgeschlossen?
- Ist die Tour als historischer Rundgang oder als Besuch der Schaufensterzone beschrieben?
- Wie groß ist die Gruppe?
- Gibt es einen Audioguide statt einer vor Ort geführten Gruppe?
- Werden Fotos, Stopps und Erklärungen an den Fenstern ausdrücklich ausgeschlossen?
Auch private Gruppen sollten nicht davon ausgehen, dass eine selbst organisierte Führung automatisch erlaubt ist. Wer mit vielen Personen unterwegs ist und erkennbar eine Gruppe durch die Kernstraßen führt, kann angesprochen werden. Das ist etwas anderes als der normale Spaziergang einzelner Besucher oder kleiner privater Gruppen. Die Stadt will nicht jeden Passanten aus dem Viertel fernhalten, sondern die Form des organisierten Tourismus verändern.
Für Besucher ist das eine Frage des Respekts und der Orientierung. Sexarbeiterinnen sind keine Ausstellungsstücke, vor denen eine Gruppe stehen bleibt. Das Fotografierverbot ist dabei nicht bloß ein Hinweis für besonders höfliche Gäste, sondern eine klare Verhaltensregel. Wer eine Führung bucht, sollte ein Angebot wählen, das diese Grenze von Anfang an ernst nimmt.
Die früher verbreitete Form der Gruppentour ist daher nicht einfach nur teurer oder billiger geworden, sondern in ihrer alten Ausgestaltung entfallen. Angebote am Rand, historische Rundgänge und digitale Alternativen können weiterhin sinnvoll sein, wenn man das Viertel verstehen möchte. Sie ersetzen aber nicht automatisch eine Führung durch die Kernstraßen — und genau das sollte in der Beschreibung eindeutig stehen.
Versteckte Kosten: Bußgelder bei Verstößen gegen die lokale Ordnung
Die sichtbaren Ticketpreise sind nur ein Teil der Rechnung. De Wallen ist öffentlicher Raum mit besonderen Regeln. Wer sie ignoriert, kann den Abend nicht nur unangenehm, sondern auch teuer machen.
Seit dem 25. Mai 2023 gilt auf Straßen, Plätzen und Grachten im Rotlichtviertel ein Verbot des öffentlichen Cannabiskonsums. Bei Missachtung werden 100 Euro Bußgeld genannt. Wer einen Joint auf einer Brücke, an einer Treppe oder in einer Gasse anzündet, sollte also nicht darauf bauen, dass die touristische Atmosphäre einen rechtsfreien Raum schafft.
Auch Alkoholkonsum auf offener Straße kann mit einem Bußgeld von 95 Euro geahndet werden. Zusätzlich ist der Verkauf von Alkohol in Geschäften außerhalb von Gaststätten von Donnerstag bis Sonntag ab 16:00 Uhr untersagt. Das betrifft nicht den Konsum eines Getränks in einer regulären Gaststätte, wohl aber den Umgang mit Alkohol im öffentlichen Raum und den entsprechenden Verkauf außerhalb der Gastronomie.
Die Regeln sind für Besucher leicht zu unterschätzen, weil Amsterdam insgesamt als liberale Stadt wahrgenommen wird. Liberale Drogenpolitik bedeutet jedoch nicht, dass öffentlicher Konsum überall erlaubt ist. Ebenso ist ein Bier in einer Bar etwas anderes als eine geöffnete Flasche auf der Straße. Wer diese Unterschiede nicht kennt, kann für einen vermeintlich kleinen Verstoß mehr bezahlen als für das eigentliche Ticket.
Besonders eindeutig ist das Fotografier- und Filmverbot für Sexarbeiterinnen in den Schaufenstern. Das Smartphone bleibt in diesem Bereich besser in der Tasche. Auch ein „schneller“ Schnappschuss oder ein Foto ohne Blitz wird nicht dadurch unproblematisch, dass die Person angeblich nicht deutlich zu erkennen ist. Polizei und Sicherheitspersonal können einschreiten; in bestimmten Fällen kann auch das Gerät vorübergehend einbehalten werden. Welche weiteren Folgen entstehen, hängt von den Umständen ab.
| Verstoß | Mögliche Konsequenz |
|---|---|
| Cannabiskonsum auf offener Straße | 100 € Bußgeld |
| Alkoholkonsum auf offener Straße | 95 € Bußgeld |
| Alkoholverkauf außerhalb von Gaststätten Do–So ab 16 Uhr | untersagt |
| Fotografieren oder Filmen von Sexarbeiterinnen | Einschreiten, mögliches Einbehalten der Kamera oder des Smartphones |
Wer Tickets kauft, sollte die Regeln mitlesen — sonst wird der Abend teurer als geplant.
Ein weiterer Irrtum lautet, dass ausländische Besucher bei einer Verwarnung automatisch glimpflicher davonkommen. Darauf sollte sich niemand verlassen. Ein Bußgeld kann vor Ort verlangt oder später zugestellt werden. Bei aggressivem Verhalten, wiederholten Verstößen oder Belästigungen können zusätzlich Platzverweise und weitere rechtliche Schritte folgen.
Die einfachste Regel kostet nichts: Abstand halten, nicht fotografieren, keine Wege versperren und den öffentlichen Raum nicht mit einem privaten Partyraum verwechseln. Wer die Schaufensterzone wie eine Kulisse behandelt, bekommt sehr schnell Ärger. Das gilt auch dann, wenn eine Reisegruppe vorher viel Geld für Hotel, Restaurant und Show ausgegeben hat.
Was am Ende auf der Rechnung steht
Die Preislogik von De Wallen ist weniger kompliziert, als die vielen Ticketangebote vermuten lassen. Der Zugang zum Viertel bleibt kostenlos. Bezahlt werden einzelne Erlebnisse, und diese werden nach ihrer jeweiligen Leistung kalkuliert: Ausstellung, Bühnenprogramm, kurze Vorführung, Getränk oder Führung. Eine allgemeine Eintrittskarte für das Rotlichtviertel gibt es nicht.
Die genannten Beträge zeigen die Größenordnung:
- Null Euro: Spaziergang durch die öffentlichen Gassen.
- 14,50 Euro: Eintritt in das Museum Red Light Secrets.
- 2 Euro: eine zweiminütige Peepshow im Sex Palace.
- 60 bis 65 Euro: Eintritt für Casa Rosso, in der Regel mit Freigetränk.
- 95 bis 100 Euro: mögliche Bußgelder bei Verstößen gegen die lokalen Regeln.
Ein Abend mit Museum, Theater und Getränk kann damit deutlich mehr kosten als der bloße Besuch der Gassen. Gleichzeitig muss niemand ein Ticket kaufen, nur weil er De Wallen sehen möchte. Wer eine Führung buchen will, sollte die Route und die geltenden Beschränkungen prüfen. Wer eine Show besuchen möchte, sollte Datum, Einlass und Leistungsumfang lesen. Und wer nur durch das Viertel laufen will, braucht weder Vorverkauf noch Eintrittskarte.
Die Sperrstunde um 3:00 Uhr ist dabei kein pauschaler Schlussstrich für jedes Museum und jedes Lokal. Sie betrifft die Prostitutionsbetriebe; andere Häuser haben ihre eigenen Öffnungszeiten. Genau diese Unterscheidung macht die Planung verlässlich und verhindert falsche Erwartungen.
Mein Rat aus der Praxis ist schlicht: Erst festlegen, was man wirklich sehen oder besuchen will, dann den Preis vergleichen. Nicht „Rotlichtviertel Amsterdam Eintritt“ in den Suchschlitz eingeben und irgendein Ticket kaufen, sondern das konkrete Angebot prüfen. Ein freier Spaziergang, ein Museum, eine Show und eine Führung sind vier verschiedene Dinge. Wer sie auseinanderhält, kommt mit klarer Rechnung durch De Wallen — und muss sein Geld nicht für einen vermeidbaren Regelverstoß ausgeben.
Praktische Hinweise
Währung: EUR
Verkehr: rechts
Notrufnummer: 112
Häufige Fragen
Wie viel kostet der Eintritt ins Rotlichtviertel Amsterdam?
Was kosten Museen und Shows im Rotlichtviertel?
Darf man im Rotlichtviertel fotografieren?
Gibt es eine Sperrstunde im Rotlichtviertel?
Was passiert, wenn man im Rotlichtviertel öffentlich Cannabis konsumiert?
Foto: Rungbachduong / CC BY-SA 3.0 — Wikimedia Commons