Teslas Cybercab: Autonomes Fahren ohne Lenkrad und Pedale im Praxistest
Nach Angaben von heise online hat Tesla am 3. September 2026 in Austin, Texas einen Robotaxi-Dienst mit dem Cybercab gestartet. Das zweisitzige Fahrzeug verfügt über keine Lenkung, keine Pedale und keine Spiegel.
Torben Kruse·aktualisiert 04. September 2026

Wie Golem.de vermerkt, erfolgte die Zulassung nach langer Verzögerung, die Umsetzung mache Probleme. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat am Folgetag ein Audit zu rund 1000 Fahrzeugen eingeleitet und prüft die Konformität mit den Federal Motor Vehicle Safety Standards.
Flottenstand Austin
- Tesla-Registrierungen Texas: 420 autonome Fahrzeuge, davon 45 Cybercabs
- Waymo Texas: 988 Fahrzeuge, gesamtstädtisch rund 4000 in 14 US-Städten
- Zugangsregel: Kinder unter 13 Jahren ausgeschlossen
- Öffentlicher Zugang laut Tesla-Webseite bestätigt
Spezifikation Cybercab
- Leergewicht: ca. 1412 kg, rund 320 kg unter leichtestem Model 3
- Antrieb: Permanentmagnet-Motor vorn, 163 kW
- Batterie: 48 kWh
- Reichweite: 290–300 Meilen geschätzt (ca. 483 km), keine EPA-Zertifizierung
- Sensorik: 8 Kameras, 360°, kein Lidar, kein Radar
- Compute: HW4 mit FSD Version 14.x, Level-4-Betrieb in Geozonen
- Sicherheit: Front-, Seiten-, Knieairbags; keine NHTSA-/NCAP-Ratings
Regulatorischer Stand
- NHTSA-Audit seit 4. September 2026, ca. 1000 Cybercabs betroffen
- Kernfrage: FMVSS-Konformität ohne fest installierte Bedienelemente
- Paralleluntersuchung FSD-Software: ca. 3,2 Mio. Tesla-Fahrzeuge
- Anlass: 15 dokumentierte Unfälle seit Pilotstart im Juni 2025
Vergleichspunkte
| Merkmal | Tesla Cybercab | Waymo (Texas) |
|---|---|---|
| Fahrzeuge | 45 | 988 |
| Sensorik | 8 Kameras | Kamera + Lidar + Radar |
| Bedienelemente | keine | bedarfsabhängig |
| Crashtest | keine Ratings | etablierte Ratings |
Messbare Einordnung für Hamburg
Tesla tritt mit 45 Cybercabs gegen 988 Waymo-Fahrzeuge in Texas an. Kameralösung statt Lidar senkt Stückkosten, fehlende EPA- und Crashtest-Ratings verhindern einen belastbaren TCO-Vergleich mit Verbrennertaxis. Geozonen-Betrieb erfordert dichte Kartendaten; eine Skalierung auf europäische Städte ist nicht angekündigt. Nächster Beobachtungspunkt: Ausgang des NHTSA-Audits und der FMVSS-Konformitätsbewertung.